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RheinlandtalerJürgen Wegner für seinen Einsatz für das Freilichtmuseum in Kommern geehrt

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Dr. Jürgen Wegner und Anne Henk-Hollstein stehen nebeneinander.

Dr. Jürgen Wegner, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums Kommern, erhielt den Rheinlandtaler aus den Händen von Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland.

Dr. Jürgen Wegner, langjähriger Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums Kommern, wurde mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

Die Heinzelmännchen brachte Anne Henk-Hollstein, die Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, gleich zu Beginn ihrer Rede ins Spiel: Sie verglich die Arbeit der kleinen, fleißigen Wesen, die nachts im Verborgenen wirken, mit derjenigen des Fördervereins des Kommerner Freilichtmuseums: „Heute tragen die Heinzelmännchen Mitgliedsausweise, und sie verbringen ihre Freizeit in Vorstandssitzungen.“ Doch unsichtbar – das sind sie nicht. Das gilt auch für Dr. Jürgen Wegner, den langjährigen Vorsitzenden des Fördervereins. Für sein Engagement wurde er am Montag im Freilichtmuseum mit dem Rheinlandtaler in der Kategorie Kultur ausgezeichnet.

Von 2014 bis Ende des vergangenen Jahres stand er an der Spitze des Fördervereins, seit mehr als 22 Jahren unterstützt er ehrenamtlich Projekte und Veranstaltungen im Museum. Doch Anne Henk-Hollstein erinnerte in ihrer Laudatio daran, dass sein Engagement noch viel weiter zurückreicht. Seine Tätigkeit bei der Firma Henkel – er war dort zuständig für Kleb- und Dichtstoffe im Handwerksbereich – führte Jürgen Wegner bereits Anfang der 1990er-Jahre auf den Kahlenbusch.

Verleihung fand im Henkel-Haus des Freilichtmuseums statt

Dort entstand aufgrund des Engagements des Unternehmens und im engen Austausch mit dem damaligen Museumsleiter Dr. Dieter Pesch das „Handwerkhaus Henkel“ – ein Gebäude, so erklärte es Wegner, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Handwerks beleuchtet werden sollten. Dort werden auch Ausstellungen, Tagungen und museumspädagogische Programme geboten. Passenderweise fand auch die Verleihung des Rheinlandtalers an Jürgen Wegner im Henkel-Haus statt.

Männer und Frauen in Kostümen beim Jahrmarkt anno dazumal im Freilichtmuseum Kommern.

Der Förderverein unterstützt das Museum bei Großveranstaltungen, auch durch Kostüme und Requisiten.

Blick von hinten auf die Gäste bei der Verleihung des Rheinlandtalers im Henkel-Haus des Freilichtmuseums.

Die Preisverleihung fand im Henkel-Haus des Kommerner Freilichtmuseums statt. Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig begrüßte dort die Gäste.

Die Laudatorin lobte die Arbeit des Fördervereins: Bereits seit 1983 unterstützt er das Museum in vielfältiger Weise. „Was als engagierte Initiative von gerade einmal neun Personen begann, ist heute eine Gemeinschaft von bundesweit rund 4000 Mitgliedern“, so Henk-Hollstein. Unter anderem verkaufen die Mitglieder des Fördervereins Süßigkeiten und Haushaltshelfer im Tante-Emma-Laden auf dem Museumsgelände.

Zudem unterstützen sie kleinere und größere Projekte und helfen bei der Anschaffung der unterschiedlichsten Dinge – von Bollerwagen und Rollstühlen bis hin zu Requisiten und Kostümen für die Akteurinnen und Akteure der „Gespielten Geschichte“. Henk-Hollstein: „Vor allem in Zeiten von Haushaltskürzungen und finanzieller Engpässe wäre die Realisierung vieler Planungen ohne die großzügigen Sach- und Geldspenden des Fördervereins nicht denkbar.“

Förderverein übernimmt viele Aufgaben bei Großveranstaltungen

Wie sie weiter ausführte, hilft der Förderverein auch bei Publikationen, bei Ausstellungsvorhaben und bei der Überarbeitung der Häuser im Rahmen der Projektreihe „(H)aus alt mach neu“. Zudem bietet er Kurse an, etwa im Obstbaumschnitt, im Stuhlflechten und vielem mehr. Auch bei Großveranstaltung wie dem „Jahrmarkt anno dazumal“ und dem „Advent im Museum“ übernehme der Förderverein auch dank der Unterstützung von Jürgen Wegner viele Aufgaben – in kulinarischer Hinsicht bei der Bewirtung der Gäste, mit spannenden Attraktionen und der finanziellen Unterstützung zahlreicher Programmelemente.

Doch damit noch nicht genug: Als Vorsitzender des Fördervereins habe Wegner auch das Projekt „Wilde Vielfalt im Museum“ unterstützt, das von 2020 bis 2023 in Kooperation mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft realisiert wurde. „Sie hatten damit einen maßgeblichen Anteil an der Erhaltung seltener Wildkräuter auf Äckern und in Dörfern und initiierten in diesem Zusammenhang zahlreiche Umweltbildungsangebote für die Bevölkerung der Region“, sagte Henk-Hollstein.

Auf das Betreiben von Wegner hin seien auch die Übernahme von Tierpatenschaften zum Erhalt aussterbender Haustierrassen ausgebaut und die Aktivitäten rund um die ehrenamtlichen Gartenpaten intensiviert worden. Diese haben, wie Henk-Hollstein berichtete, auch den Garten des Bungalows „Kahlenbusch“ im Stil der 1970er-Jahre angelegt: „Sie pflegen ihn seitdem regelmäßig mit liebevoller Hingabe und tragen damit zu einem stimmungsvollen Gesamtbild von Museumsgebäude und authentischer Umfeldgestaltung bei.“

Lobende Worte für den Preisträger fanden auch Museumsdirektor Dr. Carsten Vorwig, der die Gäste im Henkel-Haus begrüßte, der stellvertretende Landrat Ralf Claßen und der Mechernicher Bürgermeister Michael Fingel. Dr. Jürgen Wegner bedankte sich für die Auszeichnung. „Ich bleibe dem Freilichtmuseum Kommern treu und stehe dem Vorstand weiterhin zur Verfügung“, betonte er. Nur an vorderster Front wolle er nicht mehr tätig sein. Seine Nachfolgerin als Vorsitzende des Fördervereins ist Karin Fankhaenel.