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Mordfall Claudia RufPolizei geht nach Zeugenaufruf neuen Hinweisen nach

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Claudia Ruf

Claudia Ruf ist im Jahr 1996 missbraucht und im Anschluss getötet worden.

Grevenbroich/Bonn – Nachdem die Mordkommission „Claudia Ruf“ vor einem Monat erneut einen Zeugenaufruf gestartet hat, sind laut der Polizei Bonn 15 neue Hinweise eingegangen. Einige von ihnen sind für die Ermittler relevant. Die Mordkommission wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen und arbeitet eng mit der Mönchengladbacher Staatsanwaltschaft zusammen. 

Im Rahmen des Zeugenaufrufes bat die Polizei um Hinwiese auf mögliche „auswärtige Personen“, die zur Tatzeit, im Mai 1996, Bezüge nach Grevenbroich-Hemmerden hatten. Auch Hinweise auf Männer, die sich nach der Tatzeit auffällig verhalten haben, sammeln die Beamten. 

Auch 24 Jahre nach der Tat, so Oberstaatsanwältin Guddat, kämpfen Hinweisgeber gegen Hemmungen, ihren Verdacht zu teilen. „Wir stellen immer wieder fest, dass es durchaus mehrerer Aufrufe bedarf, bis Personen bereit sind, ihre Verdachtsmomente mitzuteilen“, so Guddat. Häufig berichten Zeugen nämlich über auffälliges Verhalten von Bekannten oder Verwandten. „Genauso wichtig sind uns Hinweise auf Personen, welche regelmäßig Kontakte nach Hemmerden pflegten“, sagt Guddat, beispielsweise durch ein Hobby.

Elfjährige wurde 1996 ermordet aufgefunden 

Die elfjährige Claudia Ruf wurde am 11. Mai 1996 in ihrem Heimatort Grevenbroich-Hemmerden entführt, sexuell missbraucht und ermordet. Ihre Leiche wurde auf einem Feldweg bei Euskirchen gefunden. Der Hund, mit dem das Mädchen zu Tatzeit unterwegs war, kehrte alleine nach Hause zurück. 

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Die Ermittler und Profiler des LKA NRW gehen davon aus, dass das Mädchen zwischen 18.30 und 18.45 Uhr entweder in eine Räumlichkeit in der Nähe des Gassiwegs gelockt wurde oder dass der Täter mit einem Auto unterwegs war.

Nach einer Massenspeichelprobe im Jahr 2019 in Grevenbroich-Hemmerden glich das Landeskriminalamt 2250 DNA-Spuren ab. Der mutmaßliche Täter war jedoch nicht darunter.  

Auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, sind 5.000 Euro ausgelobt. Zeugen können sich bei jeder Polizeidienststelle oder unter dem Hinweistelefon 02131 / 300 25252 melden. (lh)

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