Illegale Müllentsorgung in ZülpichEnzens Ortsvorsteher verärgert über Autoreifen

Mit einem Traktor brachte Enzens Ortsvorsteher Leo Wolter die an einem Wirtschaftsweg entdeckten Altreifen zum Zülpicher Bauhof. Für Wolter sind solche Touren mittlerweile Routine.
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- Schon seit langem sind Menschen, die ihren Müll einfach so irgendwo in die Landschaft kippen, in Zülpich-Enzen ein Problem.
- In diesem Jahr aber häufen sich die Fälle.
- Das ist jedenfalls die Beobachtung von Ortsvorsteher Leo Wolter, der im Kampf dagegen aber nicht nachlassen will.
Zülpich – Enzens Ortsvorsteher Leo Wolter beklagt erneut den Umgang mit wildem Müll rund um den Ort. Der frühere Landwirt findet regelmäßig illegal abgeladenen Unrat in der Natur und fährt ihn schließlich immer und immer wieder zum Zülpicher Bauhof. Die Vorfälle hätten sich in den vergangenen Wochen und Monaten intensiviert, stellt Wolter verärgert fest. Sogar tote Tiere seien dabei gewesen.
Im jüngsten Fall handele es sich um 16 ausrangierte Autoreifen, gefunden am Rande eines Feldweges. Abgeladen werde der Unrat zumeist an Grenzen zu Nachbarkommunen, weshalb Wolter als Verantwortliche nicht zwingend Enzener Haushalte sieht.
Auch Wirtschaftswege auf städtischem Grund werden als Müllabladeflächen missbraucht. So zählen auch Bauschutt und Betonreste zu seinen gängigen Funden.
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Für Wolter ist das wahllose Abladen von Müll eine Untat. Es scheint ihm, als sei den Menschen die Problematik der Natur in solchen Vorfällen nicht bewusst. „Ein abgeladenes Ölfass kann beispielsweise schnell rosten, Leck schlagen und das Öl so ins Grundwasser gelangen. Hinzu kommt, dass die Entsorgung des Mülls durch einen Bauhof Kosten für die städtische Allgemeinheit verursacht, die leicht vermieden werden könnten“, ärgert sich Enzens Ortsvorsteher.
Schon elf Mal wilden Müll entsorgt
Für kleines Geld können laut Wolter Privatpersonen ihren Müll ins Abfallwirtschaftszentrum nach Mechernich bringen. Allein in den ersten acht Monaten dieses Jahres habe der Ortsvorsteher persönlich elf Fuhren an Unrat entsorgt.
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Die jüngst entdeckten Autoreifen und Felgen mit eingerechnet. Das scheint für ihn fast selbstverständlich, denn Wegschauen, so sagt er, gehöre einfach nicht zu seiner Philosophie. Und den Kampf gegen den illegal entsorgten Müll wolle er auch nicht aufgeben. Es sei aber mitunter ein Kampf gegen Windmühlen, der zuletzt sehr frustrierend gewesen sei.



