Trotz der schnell eingeleiteten Suche konnten Taucher den 39 Jahre alten Mann aus Düren im Neffelsee nur noch tot bergen. Er wurde seit Sonntagabend vermisst.
200 Rettungskräfte vor Ort39-Jähriger stirbt bei Badeunfall am Neffelsee bei Füssenich-Geich

Mit einem Großaufgebot und Booten wurde am Sonntag und Montag nach einem 39-Jährigen im Neffelsee gesucht.
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Auf dem Grund des Neffelsees bei Füssenich ist am Montag gegen 15.45 Uhr – etwa 100 Meter vom Ufer entfernt – die Leiche eines seit Sonntagabend vermissten 39 Jahre alten Düreners entdeckt worden. Ein Taucher fand den Mann gegen 15.45 Uhr auf dem Seegrund. Der Leichnam wurde anschließend geborgen. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Es ist der zweite Badetote im Zülpicher Stadtgebiet innerhalb von eineinhalb Wochen. Am 17. Juni war ein 85 Jahre alter Mann nach einer größeren Suchaktion im Seepark Zülpich tot aus dem Wasser geborgen worden.
150 Meter vom Ufer rief der Mann plötzlich um Hilfe
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der 39-jährige Dürener am Sonntag gegen 22 Uhr im Neffelsee, der im Volksmund auch Füssenicher See genannt wird, geschwommen. Zeugen berichteten, dass er sich bereits rund 150 Meter vom Ufer entfernt befand, als er mit den Armen winkte und laut um Hilfe rief.
Ein Zeuge schwamm laut Polizei sofort los, um den Mann zu retten, musste den Rettungsversuch jedoch abbrechen und zum Ufer zurückkehren, bevor er den Vermissten erreichen konnte. Kurz darauf verschwand der 39-Jährige laut Polizei unter der Wasseroberfläche.
Nach dem Notruf gegen 21.57 Uhr wurde eine großangelegte Suchaktion eingeleitet. Einsatzkräfte suchten den See mit Booten, Tauchern und technischen Hilfsmitteln ab. Beteiligt waren Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, das THW Euskirchen sowie die DLRG. Die Suche nach dem 39-Jährigen wurde am Sonntag kurz nach Mitternacht abgebrochen.
Fortgesetzt wurde sie am Montag kurz nach 8 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt standen Freunde und Bekannte des Vermissten bereits an der Stelle, an der der 39-Jährige am Abend zuvor ins Wasser gegangen war. Auch am Montag war ein Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort.

Die Zülpicher Feuerwehr war ebenfalls mit einem Boot im Einsatz.
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Nach Angaben der Polizei waren rund 200 Einsatzkräfte vor Ort.
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Auch das THW aus Düren war mit seinen Tauchern vor Ort.
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Zunächst wurde das Schlauchboot der Zülpicher Feuerwehr zu Wasser gelassen. Drei Feuerwehrleute suchten mithilfe des Boots den Uferbereich des Naturschutzsees ab. Wenig später wurde auch das Boot der Wasserrettung des Deutschen Roten Kreuzes gewassert. Zuvor musste die Zülpicher Feuerwehr mit einer Kettensäge jedoch noch einen größeren Ast entfernen, damit das Boot genügend Platz hatte.
Überhaupt waren die Einsatzkräfte mit der Zuwegung zum Wasser nicht zufrieden. Zu schmal, nicht ausreichend befestigt – das war unter anderem von den Einsatzkräften vor Ort zu hören. Deshalb wurde noch am Montagvormittag ein Radlader des Technischen Hilfswerks (THW) angefordert. Mithilfe des schweren Geräts wurde die Erreichbarkeit der Wasserfläche für die Boote deutlich verbessert.
Vollalarm für das THW aus Euskirchen
Wie Raphael Maus vom THW Euskirchen berichtete, wurde für den Ortsverband Euskirchen Vollalarm ausgelöst. Zudem waren Taucher des THW Düren im Einsatz. Ergänzend rückte auch der Fachzug „Führung und Kommunikation“ des THW an den Neffelsee aus.
Auch eine Hundestaffel und eine Unterwasserdrohne waren im Einsatz. „Wir haben an Land, im und unter Wasser sowie aus der Luft nach dem Mann gesucht“, sagte Franz Küpper, Pressesprecher der Polizei. Wie bereits bei den zahlreichen Feldbränden der vergangenen Tage setzte die Zülpicher Feuerwehr die Drohne ein.
Laut Polizeisprecherin Christina Specht waren 200 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt. Letztlich waren es Taucher, die den Mann leblos am Grund des Sees entdeckten. Wie Specht sagte, übernimmt nun die Euskirchener Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen zur genauen Todesursache. Um die Zeugen und Bekannten kümmerten sich an der Einsatzstelle Seelsorger und Mitarbeitende des Kriseninterventionsteams des DRK.
Da es sich beim Neffelsee um ein Naturschutzgebiet handelt, sind dort unter anderem Grillen und Baden verboten. Am Montag wurde entlang der Uferpromenade jedoch schnell deutlich, dass sich nicht alle an das Verbot halten. Immer wieder ragten Verpackungen von Grillgut aus den überfüllten Mülleimern. An zwei Stellen in unmittelbarer Ufernähe waren Einweggrills nach dem Benutzen einfach stehen gelassen worden.
