Der heutige Tag beginnt für Iris und Arno Höppner mit einem Glas Champagner. Das könnte passender nicht sein, denn das Paar, das heute in Bürrig seine Diamanthochzeit feiert, lernte sich am Silvesterabend des Jahres 1958 auf der Treppe des Erholungshauses kennen. Arno Höppner, damals unterwegs mit Zimmerkollege Klaus, hielt Iris die Türe auf. „Schöne blaue Augen trafen mich seltsam angenehm“, erinnert sich der 82-Jährige. Bei Iris Höppner und ihrer Begleitung hinterließ die Begegnung ebenfalls Eindruck: „Wir hatten uns verguckt in diese beiden Männer, die sahen top aus, tolle Anzüge, schick, groß, einfach super. Aber als sie die Garderobe abgegeben hatten, waren sie plötzlich verschwunden.“
Sie haben sich dann doch gefunden und getanzt, bis es Mitternacht und Zeit fürs Feuerwerk war. Während bei Arno Höppner da schon „ein kleines Feuerwerk im Herzen war“, verwechselte Iris sogar vor Aufregung die Telefonnummer und rief zu Neujahr nicht bei ihrer Mutter, sondern unverhofft beim Wiesdorfer Pfarrer an. Auch den drei Kilometer langen Heimweg zu Fuß nahm sie in Kauf – in neuen Wildlederschuhen mit sieben Zentimetern Absatz –, um noch etwas gemeinsame Zeit zu verbringen.
Und ein neues Treffen zu verabreden: „Im Café Wachtmeister war es wirklich wunderschön. Da fing für uns die große Liebe an“, erzählt Iris Höppner. Ohne diese Begegnung wäre Arno Höppner, der aus Parchim in Mecklenburg stammt und 1957 für eine Stelle bei der Agfa nach Leverkusen kam, vielleicht nicht lange geblieben. Doch die Begegnung änderte sogar seine Pläne, nach Kanada auszuwandern und nach der Hochzeit am 22. Juli 1960 kündigte sich mit Tochter Petra bereits Nachwuchs an. Nachdem 1965 die zweite Tochter Heike geboren worden war, übernahm das Ehepaar das Haus der Großeltern in Bürrig und steckte viel Zeit und Mühe in den An- und Umbau sowie den großen Garten. 1969 kam mit Jens das dritte Kind zur Welt.

Iris und Arno Höppner sind 60 Jahre verheiratet.
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Viel gemeinsam gemacht
Auch Sport wurde großgeschrieben bei den Höppners: Knapp 40 Jahre spielten sie Volleyball und Tischtennis im Verein. Mit Freunden radelten sie zudem auf großen Touren durchs Tal der Loire oder vom Rheinfall in Schaffhausen bis nach Leverkusen. Noch heute sitzt Arno Höppner jeden Tag im Sattel und sind beide im Kegelclub aktiv.
Ob im Sport, als Eltern oder als Paar – ihr Erfolgsrezept war es, die Dinge gemeinsam anzugehen: „Es war nicht immer Sonnenschein, aber dadurch, dass wir vieles gemeinsam gemacht haben, war es leichter “, sagt Iris Höppner.