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Flak-Granaten in Rheindorfer Feld entdeckt

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Weil man auf einem Feld in Rheindorf statt archäologischer Schätze erstmal auf Flak-Granaten gestoßen ist, sind Grabungsarbeiten erstmal eingestellt worden.

Die Kampfmittelfunde lagen im Feld zwischen der Solinger Straße und dem Hauweg. Dort will die Bauverwaltung auf privatem Grund ein Gewerbegebiet ermöglichen (wir berichteten). Weil Wissenschaftler auf dem Grundstück weitere Bodendenkmäler vermuten, von denen es mehrere in der Gegend gibt, veranlasste der Landschaftsverband Rheinland und die Stadtverwaltung im November 2019 die Probegrabungen. Ganz in der Nähe fand man beim Eisenbahnbau ein Gräberfeld.

In der Folge grub man in der Gegend Hunderte germanische Brandgräber aus. Das Gräberfeld ist der bisher wichtigste archäologische Fund auf Leverkusener Stadtgebiet. Man fand Bodendenkmäler aus allen Epochen von der Steinzeit über die Germanenzeit bis zum Ende der Römerzeit.

Grabungen in Rheindorf sind unterbrochen.

Die im November bei den Probegrabungen großflächig ausgeschachteten Bodenschichten hat man vorerst wieder zurückgeschüttet. Dabei wurde die Gegend schon einmal auf Bomben untersucht: Als man 2015 plante, auf das 68 000 Quadratmeter große Grundstück eine zentrale Unterbringung für Flüchtlinge (ZUE) zu bauen, wertete man Luftbilder aus. Die Suche ergab keinen Befund. Jetzt sollen mit einer Messfeldaufnahme, also elektronisch und ohne Grabungen, Klarheit über weitere Bomben und Granaten im Boden geschaffen werden. Das soll noch im Februar geschehen. Ende 2020 sollen die Archäologen zurückkommen und ihre Probegrabungen fortführen. Dazwischen übers Jahr werden die Felder noch einmal von einem Bauern zur Nahrungsmittelerzeugung genutzt.