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Frau und Kind schwerverletztBetrunkener fährt in Leverkusen in Fußgänger

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Polizisten sichern den Unfallort, nachdem an einem Kreisverkehr ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren ist.

Leverkusen – Ein mutmaßlich betrunkener Autofahrer ist in Leverkusen in eine Menschengruppe gerast und hat drei Menschen zum Teil schwer verletzt. Der 47-Jährige sei am Samstagnachmittag auf einen Kreisverkehr zugefahren, habe dann offenbar die Kontrolle über seinen Wagen verloren und Menschen auf einer Fußgängerinsel erfasst, teilte die Polizei am Sonntag in Köln mit.

Dabei wurden den Angaben zufolge eine 30 Jahre alte Frau und ihr acht Jahre altes Kind schwer verletzt. Das zweite Kind der Frau, das in einem Kinderwagen saß, überstand den Unfall nach Polizeiangaben unbeschadet. Ein weiteres, elf Jahre altes Kind, das nicht zu der Familie gehört, erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen.

Schwerer Unfall in Leverkusen: Autofahrer flüchtet

Der Fahrer flüchtete, konnte aber kurz darauf von der Polizei festgenommen werden – auch dank des Einsatzes eines Zeugen. Dieser hatte den Sportwagen nach dem Zusammenprall mit den Fußgängern verfolgt. „Er hat uns laufend den Standort durchgegeben, so dass wir den 47-Jährigen an seiner Wohnanschrift antreffen konnten“, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntag.

Der Mann wurde zunächst von der Polizei festgenommen. Nach Polizeiangaben roch er beim Eintreffen der Beamten nach Alkohol, verweigerte aber einen Atemtest, weshalb ihm Blut abgenommen wurde, um einen eventuellen Alkoholkonsum nachzuweisen. Das Ergebnis der Blutprobe war am Sonntag allerdings noch nicht bekannt. Der Führerschein des Mannes wurde zunächst sichergestellt, ebenso sein Sportwagen. Er wurde von den Beamten aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei ermittelt gegen den 47-Jährigen nun zudem wegen eines illegalen Autorennens, auch wenn es bislang keinen Hinweis auf ein zweites beteiligtes Fahrzeug gab. Der Mann soll allerdings schon vor der folgenschweren Kollision am Kreisverkehr waghalsige Überholmanöver gefahren sein. Zeugen sagten aus, dass der Mann mit weit über Tempo 100 unterwegs gewesen sei – und außerdem mit quietschenden Reifen auffiel. (dpa)