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Hundesteuern mit Tabelle Der Hund wird in NRW immer teurer

Köln – Vielerorts in Nordrhein-Westfalen ist der Hund nicht nur der treueste, sondern auch der teuerste tierische Kamerad des Menschen. Der Bund der Steuerzahler hat landesweit in 205 Kommunen die Steuersätze für Hunde miteinander verglichen und eklatante Unterschiede festgestellt. In Verl, der günstigsten Stadt, werden beispielsweise gerade mal 24,60 Euro für den ersten Hund fällig, in Hagen, der teuersten Stadt, sind es sage und schreibe 180 Euro.

Bedburg am teuersten für Vielhundebesitzer

Der Steuerzahlerbund hält die Hundesteuer, die zu den Bagatellsteuern zählt, für nicht zeitgemäß und fordert ihre Abschaffung. Der Ertrag stehe oftmals in keinem Verhältnis zum Aufwand. Nichtsdestotrotz scheint gerade Fiffi eine gute Einnahmequelle für viele Städte und Gemeinden zu sein. Nach Angaben des Steuerzahlerbundes haben 17 von 126 Kommunen, die bereits im Vorjahr untersucht wurden, die Hundesteuer wieder erhöht. Richtig zugelangt hat Fröndenberg. Dort stieg die Steuer für den ersten Hund um 37 Prozent. In Nettetal stieg die Steuer für den ersten Hund um knapp 31 Prozent, für die zweiten Hunde gar um 40 Prozent.

Die Steuer steigt mit der Anzahl der gehaltenen Hunde, und zwar je Hund. Wer also zwei Hunde hält, zahlt pro Hund den Steuersatz des zweiten Hundes. In Bedburg muss Herrchen bei drei Hunden mit 350 Euro je Vierbeiner die höchste Steuer in NRW zahlen.

141 der 205 untersuchten Kommunen erheben eine erhöhte Hundesteuer für gefährliche Hunde, es sei denn, der Halter kann einen Verhaltensnachweis vorlegen.

Eine Steuerbefreiung in allen untersuchten Orten gibt es für hilflose, blinde oder solche Personen, die einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „B“, „BL“, „aG“, oder „H“ besitzen. Wer bedürftig ist, bekommt in 176 Orten eine Ermäßigung, in den meisten Fällen aber nur für einen Hund. In Duisburg, Dülmen, Gelsenkirchen, Rösrath, Rheinbach und Velbert ist der erste Hund unter diesen Voraussetzungen sogar steuerfrei.

Zeitlich befristete Steuerbefreiungen gibt es in 80 Kommunen dann, wenn ein Halter ein Tier aus dem Tierheim aufnimmt. Auf Dauer befreit sind die Hunde in Hattingen und Attendorn – in Stolberg dann, wenn das Tier älter als acht Jahre und in Jülich, wenn das Tier älter als zehn Jahre ist. Erstmals untersucht wurde eine Steuerermäßigung für sogenannte Wachhunde. Dabei handelt es sich um Hunde, die zur Bewachung von Gebäuden erforderlich sind, die vom nächsten bewohnten Gebäude mehr als 200 Meter entfernt sind. Eine solche Ermäßigung, in der Regel sind es 50 Prozent der Hundesteuer, gibt es in 120 Kommunen. In Vreden werden sogar 80 Prozent und in Bad Oeynhausen 75 Prozent Ermäßigung gewährt. (kmü)