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„Kleine Anfrage" an InnenministerLanges Warten auf Polizei in Opladen wird untersucht

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Symbolbild

  1. Die Berichterstattung über das lange Warten von Anwohnern der Opladener Münzstraße auf die Polizei nach einem Notruf wegen häuslicher Gewalt hat einen CDU-Abgeordneten zu einer „Kleinen Anfrage" an Innenminister Ralf Jäger veranlasst.

Leverkusen/Opladen – Die Berichterstattung im „Leverkusener Anzeiger“ über das lange Warten von Anwohnern der Opladener Münzstraße auf die Polizei nach einem Notruf wegen häuslicher Gewalt hat den CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland zu einer „Kleinen Anfrage" an Innenminister Ralf Jäger veranlasst.Der Parlamentarier wollte unter anderem wissen, warum die Einsatzkräfte unverhältnismäßig spät am Tatort eintrafen, wie die Wache am nahen Marktplatz personell besetzt ist und wie oft es zu entsprechenden Beschwerden der Bevölkerung kommt.

Die letzte Frage könne nicht beantwortet werden, weil es dazu keine zentrale Erfassung auf Landesebene gebe, heißt es in der vor wenigen Tagen zugestellten Antwort des Ministeriums. Eine Erhebung dieser Zahlen sei nur „händisch“ und mit erheblichem Verwaltungsaufwand möglich, wofür die Ressourcen nicht ausreichten.Eine öffentliche Antwort auf die Personalstärke der Opladener Wache verweigert das Innenministerium hingegen mit Verweis auf potenzielle Täter, die das Einsatzkonzept der Polizei mit solchen Kenntnissen unterlaufen könnten. Die Landtagsabgeordneten könnten sich darüber entweder im Polizeibeirat oder bei einem Besuch des Kölner Präsidiums informieren.

Aus Mülheim angerückt

Was den Einsatz in Opladen am Abend des 1. März angeht, verweist das Ministerium darauf, dass zu diesem Zeitpunkt alle Streifenwagen der Leverkusener Polizeiinspektion in andere Einsätze eingebunden gewesen seien.Dabei habe es sich unter anderem um eine Bedrohung mit einem Messer, eine Unfallflucht mit Personenschaden und einen Randalierer im Klinikum gehandelt. Die Leitstelle habe deshalb zwei Streifenwagen von der Wache in Köln-Mülheim in Marsch gesetzt, von denen der erste 22 Minuten später auf der Münzstraße eingetroffen sei.

„Weil der Innenminister nicht in der Lage ist, die Polizei angemessen auszustatten, müssen die Bürger also im Notfall einfach mal warten“, kommentiert Gregor Golland diese Erklärung in einer Pressemitteilung sarkastisch. Gleichzeitig stellt er aber die durchaus ernst gemeinte Frage, was wohl passiere, wenn tatsächlich einmal jemand schwer verletzt werde, weil die Polizei zu spät zum Tatort kommt.