- Es hat unterm Bayer-Kreuz immer Gründe gegeben, die IGBCE zu hinterfragen.
- Jetzt hat sich das Verdi-nahe Belegschaftsteam aufgespalten.
- Für die Belegschaften in den Bayer-Ausgründungen ist das keine gute Nachricht.
Leverkusen – Einigkeit macht stark, heißt es. Das gilt besonders für Betriebsräte. Deshalb ist es keine gute Nachricht, dass sich das Verdi-nahe Belegschaftsteam auflöst, kaum dass Klaus Hebert-Okon in Rente ist und keine einigende Kraft mehr entfaltet. Die stetig fortschreitende Selbstzerschlagung des Bayer-Konzerns schwächt so auch die Interessenvertretung der Arbeitnehmer.
Bei der Bayer AG, Bayer Vital und Covestro kocht ab sofort jeder sein eigenes Süppchen; einzig die IG BCE bringt im Chempark noch das Gewicht einer großen Gewerkschaft auf die Waage, die in sämtlichen Bayer-Ausgliederungen präsent ist. Das ist nicht gut.
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Denn für eine Konkurrenz zur Chemie-Gewerkschaft gibt es gute Gründe und sie hat auch Tradition: Seit Jahrzehnten bilden sich immer wieder Gruppen, die mit dem kooperativen Kurs der großen Chemie-Gewerkschaft nicht einverstanden sind. Diese Konkurrenz verliert deutlich an Gewicht, wenn sie sich nicht mehr unmittelbar an Verdi anlehnt und auch nicht mehr zusammenarbeitet.


