- Im Zuge des Ausbaus der Ringstraße wird nun im letzten Bauabschnitt die Kreuzung mit der Langenfelder Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut.
- Die Arbeiten und die damit verbundenen Sperrungen sollen sechs bis acht Wochen andauern.
Hitdorf – So manch ein Autofahrer rieb sich am ersten Werktag nach Ostern verblüfft die Augen, als ihm in Hitdorf auf einmal der gewohnte Weg versperrt war. Eine der Hauptkreuzungen im Stadtteil ist seit Dienstagmorgen Baustelle: Im Zuge des Ausbaus der Ringstraße wird nun im letzten Bauabschnitt die Kreuzung mit der Langenfelder Straße zu einem Kreisverkehr umgebaut. Die Arbeiten und die damit verbundenen Sperrungen sollen sechs bis acht Wochen andauern.
Durch die Nebenstraßen
Auf der ausgeschilderten Umleitungsstrecke werden viele Verkehrsteilnehmer ganz unbekannte Seiten von Hitdorf neu kennenlernen. Die Umleitungsstrecke führt von der Autobahn bei Langenfeld her kommend über die Kiesel-, Fähr- und Ringstraße zur Hitdorfer Straße. Die Fährstraße, die an der Grenze zwischen dem Gewerbe- und dem Wohngebiet sonst von Pollern unterbrochen ist, um Lkw-Verkehr im Wohngebiet zu vermeiden, ist nun für den Umleitungsverkehr geöffnet.
Auf wenig Gegenliebe werden bei den Anwohnern auch die vorübergehenden Halteverbotregelungen stoßen, die für die Umleitungszeit gelten, um einen Begegnungsverkehr auf der Fährstraße zu ermöglichen. Einstweilen nur für die Anwohner zugänglich sind die Ringstraße zwischen Fährstraße und Langenfelder Straße, die Langenfelder Straße zwischen Kiesel- und Ringstraße sowie zwischen Hitdorfer und Ringstraße.
Die Arbeiten auf dem nordwestlichen Teil der Ringstraße dauern zeitgleich an. Aktuell wird die Fahrbahnoberfläche zwischen Weinhäuser- und Mohlenstraße fertiggestellt. Der Startschuss für die Ausbauarbeiten der Ringstraße fiel vergangenes Jahr im Juni. Zwar gibt es die Ringstraße in Hitdorf schon seit 1908, doch sollte es über hundert Jahre dauern, ehe sie einen ordentlichen Ausbau erhalten sollte. Der erfolgt nun mit teils asphaltierten, teils gepflasterten Verkehrsflächen, Gehwegen, Parkplätzen, drei Kreisverkehren und zwei Bushaltestellen sowie schließlich der Pflanzung von 48 Bäumen. Für die 1,1 Kilometer lange Ausbaustrecke zwischen Kleingansweg und Langenfelder Straße haben die Technischen Betriebe Leverkusen 2,1 Millionen Euro veranschlagt.
Nach ihrem Ausbau soll die Ringstraße gemeinsam mit der Hitdorfer Straße den noch vorhandenen Durchgangsverkehr aufnehmen. Die Hauptentlastung verspricht sich die Stadt Leverkusen für Hitdorf allerdings davon, dass die meisten Durchfahrenden zwischen Monheim und Rheindorf auf die Autobahn ausweichen.
Verzögerung an der Autobahn
Der Kreisverkehr am Fahnenacker hat diese Strecke bereits deutlich beschleunigt. Ein zweiter Kreisel an der Autobahnausfahrt im Kreuz Monheim-Süd soll diesen Effekt verstärken helfen. Sein Bau wurde allerdings wegen der im April beginnenden Sanierung der Autobahn 542 zurückgestellt und kann frühestens Ende 2017 erfolgen.
Damit auf der neu ausgebauten Ringstraße und der Hitdorfer Straße künftig durchgängig Tempo 30 gelten kann, muss allerdings die Hitdorfer Straße noch von einer Landstraße zur Gemeindestraße herabgestuft werden. Über diese „Formalie“, wie der frühere Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn das beurteilt hatte, sind sich die benachbarten Städte Leverkusen und Monheim dem Vernehmen nach allerdings noch nicht einig geworden.