Abo

Laser für das Klinikum

2 min

Die Bürgerstiftung Leverkusen hat es dem Mutter-Kind-Zentrum des Klinikums mit einer Spende von 4250 Euro ermöglicht, einen Niedrigenergielaser anzuschaffen. Mit Lasertherapie lassen sich kleine Hautreizungen, die zum Beispiel bei frisch entbundenen Müttern und ihren Babys häufig auftreten, einfach und schmerzfrei behandeln. Stillende Mütter leiden oft an Reizungen der Brustwarzen, Neugeborene an nässenden Läsionen am Bauchnabel sowie wunden Stellen, die durch Windeln verursacht werden. Der Niedrigenergielaser, Low-Level-Laser, bringt durch kurze, wiederholte Anwendungen die beschädigte Haut zum Abtrocknen und Heilen: Das absorbierte Laserlicht aktiviert den Zellstoffwechsel und fördert die Wundheilung. Zudem werden schmerzhemmende Biomediatoren freigesetzt, die Entzündungen hemmen und das Abschwellen der Haut fördern. Bereits wenige Anwendungen von höchstens 30 Sekunden führen zu Erfolgen. So kann gerade entbundenen Müttern mit wunden Brustwarzen geholfen werden, die als Folge eher bereit und in der Lage sind, ihre Babys weiterhin zu stillen.

Dies kommt insbesondere auch kranken und zu früh geborenen Säuglinge zugute, denn Muttermilch ist eine nährstoffreiche Ernährung für die Entwicklung der Kinder dar. Der Niedrigenergielaser kann auch zur Laserakupunktur bei Frühgeborenen eingesetzt werden, beispielsweise bei Koliken (Bauchschmerzen) und dem Apnoe-Bradykardie-Syndrom, bei dem es zu Atemaussetzern kommt, weil das Atemzentrum der Babys noch ungenügend ausgebildet ist. Durch den Einsatz des Lasers können Medikamente, die den Organismus eines Frühgeborenen belasten, verringert werden.

Die Behandlung mit dem Niedrigenergielaser wird von den Krankenkassen derzeit nicht übernommen. Das Mutter-Kind-Zentrum des Klinikums Leverkusen gehört mit 1805 Geburten (Jahr 2018) zu den erfahrensten Geburts- und Neugeborenenkliniken der Region. Jedes Jahr werden hier bis zu 900 kranke und zu früh geborene Babys behandelt. (dre)