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„Umfangreiche Ermittlungen“Leichenteile in Kanal in NRW entdeckt – Zweiter Fund in zwei Tagen

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Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und DRLG im Einsatz (Symbolfoto).

Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und DRLG im Einsatz (Symbolfoto).

Erst am Vortag waren an einer nahegelegenen Schleuse Leichenteile entdeckt worden. Die Polizei ermittelt.

In einem Kanal bei Rheine in Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag (1. März) Leichenteile entdeckt worden. Das teilte die Polizei auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit. Erst am Vortag waren in dem Kanal an einer nahegelegenen Schleuse Leichenteile gefunden worden.

Der WDR berichtete zuerst über den aktuellen Fund. Laut dem Bericht befanden sich die Leichenteile in weißen Müllsäcken. Dies konnte eine Sprecherin der Polizei Steinfurt unterdessen nicht bestätigen. Die Leichenteile hätten im Wasser geschwommen, seien dann aber in Leichensäcken der Rechtsmedizin abtransportiert worden. Diese seien weiß, hieß es.

Passanten entdecken Leichenteile und alarmieren Polizei und Feuerwehr

Passanten hatten am Sonntagmittag mehrere Leichenteile im Dortmund-Ems-Kanal bei Rheine im Kreis Steinfurt entdeckt. Die menschlichen Überreste trieben demnach im Wasser. Alarmierte Feuerwehrkräfte suchten den Bereich daraufhin mit Booten und Tauchern ab.

Neben der Feuerwehr waren auch die Kriminalpolizei sowie die Wasserschutzpolizei im Einsatz. Der Bereich wurde abgesperrt, um Spuren zu sichern.

Die Identität der Leiche konnte bislang noch nicht geklärt werden. Auch die Todesursache war noch unklar. Ein Gewaltverbrechen konnte unterdessen nicht ausgeschlossen werden. Die menschlichen Überreste sollen in der Gerichtsmedizin untersucht werden.

Zweiter Leichenfund innerhalb kürzester Zeit – „Umfangreiche Ermittlungen“

Erst am Vortag, Samstag (28. Februar), waren an einer nahegelegenen Schleuse Leichenteile entdeckt worden. Auch diesen Einsatz bestätigte die Polizei im Kreis Steinfurt auf Nachfrage dieser Zeitung. Ein Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Rheine hatte die menschlichen Überreste im Bereich der Schleuse Venhaus im Wasser treiben sehen.

Die Schleuse Venhaus gehört zur sogenannten Schleusentreppe Rheine. Hier war neben der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei auch die Polizei Spelle im Einsatz. Die Ermittlungen dauern an.

Ob die beiden Leichenfunde miteinander in Zusammenhang stehen, war noch unklar. „Wir beziehen die Fund an der Schleuse Venhaus in unsere Untersuchungen mit ein“, erklärte eine Pressesprecherin. Die Polizei sprach von „umfangreichen Ermittlungen“. Insbesondere durch die Befunde aus der Rechtsmedizin erhoffe man sich in den kommenden Tagen Aufschluss über den Fall.