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Ansturm nach CoronaLeverkusener rennen Reisebüros die Bude ein

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Christian Koch-Schulte berät Reisewillige. Von ihnen gibt es derzeit eine Menge: Viele wollen nach den harten Monaten des Lockdowns endlich wieder rauskommen.

Leverkusen – Die Sonne lockt – und das nicht nur zu den hiesigen Parks, Wäldern und Seen, sondern auch ans Mittelmeer, in die Berge oder an den Atlantik. Nach sieben Monaten Lockdown lechzen die Menschen förmlich nach Urlaub. Ein Tapetenwechsel muss her. „Vor drei Wochen haben wir schlagartig viele Anfragen bekommen, die Leute haben uns die Bude eingerannt“, sagt Christian Koch-Schulte vom Reisebüro Cleverweg.de in Opladen.

Es sind unterschiedliche Faktoren, die in die Urlaubslust der Leverkusener reinspielen. Nicht nur hierzulande sinken die Inzidenzen bei gleichzeitiger Zunahme an geimpften Personen. Auch die Zahlen im Ausland gingen zurück, so Koch-Schulte.

Besonders beliebt seien die Balearen, die Kanaren und Griechenland. Vor allem letzteres wurde stark gebucht, da Griechenland als eines der ersten Länder die Öffnung für den Sommertourismus zusagte. Da die Türkei erst seit kurzem kein Hochrisikogebiet mehr ist, war dieses Reiseziel weniger beliebt als in vergangenen Jahren. „Das erste, was mir aufgefallen ist, dass es selten so viele Neukunden in kurzer Zeit gab“, sagt Koch-Schulte. Er vermutet, dass sich viele Menschen in einer Pandemiezeit nach Sicherheit sehnen und daher wieder vermehrt auf Reisebüros zurückgreifen würden.„Die Menschen wollen eine Beratung und auf Nummer sicher gehen“, erzählt er.

Flexible Optionen

Viele Reiseveranstalter bieten entweder gegen eine Gebühr oder kostenlos eine so genannte Flexoption an. Die Kunden können dann ohne Angaben von Gründen bis vierzehn Tage vor Reisebeginn die Reise absagen. Bei Cleverweg.de würde zurzeit fast jeder Kunde auf diese Option zurückgreifen, sagt Koch-Schulte.

Die Sorgen über mangelnde Hygiene- bzw. Corona-Regeln an den Urlaubsorten kann er bei seinen Kunden schnell aus dem Weg räumen: Die Urlaubsgebiete hätten sich längst darauf eingestellt und es herrschen dort Regeln, wie hierzulande auch. „Wer in den Urlaub fährt, kann sicher sein“, erklärt er.

Neben den europäischen Reisezielen seien auch Fernreisen derzeit sehr beliebt, allerdings handele es sich dabei fast ausschließlich um Buchungen für den Winter, da der Sommer für viele Fernreiseregionen aufgrund der Regenzeit keine Reisezeit ist. Trotz allgemeiner Reiselust und Fernweh könne man jedoch nicht davon sprechen, dass alles ausgebucht sei. „Ich habe nicht das Gefühl, dass es irgendwo Engpässe gibt, aber das hängt natürlich auch immer vom Zielgebiet ab“, sagt Koch-Schulte. Auch die spontanen Urlauber haben damit die Möglichkeit diesen Sommer noch wegzufahren. Koch-Schulte vermutet, dass es sogar ein Überangebot geben könnte, hätten zum Beispiel auf Mallorca hundert Prozent der Hotels geöffnet.

Trotz der Freude über den wieder anlaufenden Tourismus, stehen viele Reisebüros jedoch vor Herausforderungen in der Kommunikation mit den Reiseveranstaltern. Viele seien telefonisch nicht zu erreichen, nur per E-Mail oder über Live Chat, berichtet Koch-Schulte. Grund dafür ist, dass viele Veranstalter ihre Mitarbeitenden noch in Kurzarbeit beschäftigen und daher die Anfragenflut nicht auffangen können. „Die Kunden können froh sein, wenn sie ihre Reise im Reisebüro planen, da die Menschen, die ihre Reise im Internet buchen, sich selber damit rumschlagen müssen“, sagt Koch-Schulte.