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Fazit, der Wochenrückblick von Bert GerhardsFuture for me

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Abholzungen, wohin das Auge schaut, sobald der Vogelschutz es zulässt.

  1. Schon mal bemerkt, wie viele Straßen auf einmal so anders und kahl wirken, weil Bäume auf Privatgrundstücken verschwunden sind? Da regt sich gewöhnlich kein Protest, sind Nachbarn sogar mitunter froh, endlich mehr Sonnenlicht zu bekommen.
  2. Bert Gerhards blickt satirisch auf die Woche zurück und erklärt, was der Anglizismus „Future for“ mit Leverkusen zu tun hat.

Leverkusen – Mitunter können Leerstellen ja die wahren Lehrstellen sein. Habe ich diese Woche wieder gelernt, beim „Anglizismus des Jahres“, von Sprachforschern passend erkoren zum Brexit an einem Freitag. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Phraseoschablone – eine Redewendung mit einer Leerstelle, in die verschiedene Wörter eingesetzt werden könnten. In der Praxis heißt das dann „Fridays for...“, für was auch immer.

Ursprünglich mal für das Schulschwänzen fürs Weltklima. Aber das ist ja längst eskaliert, in Zeiten, da sich Rentner an Orten, wo Schüler keinen Bock auf Demo haben, selbst zu Zukunftswächtern ernennen und endlich wieder die Chance wittern, ihren Mitmenschen aus höchster moralischer Überlegenheit heraus zu erklären, wie sie denn anders zu leben haben.

Privat ist die Sache anders

Das fängt bei den Bäumen am Straßenrand an und hört im Eis der Antarktis längst noch nicht auf. Natürlich hat der Abholzungswahn an Fernstraßen und Bahngleisen auch in diesem Winter wieder Schneisen geschlagen, die mancherorts jeder Vernunft spotten. Da ist Widerspruch mehr als geboten. Doch gibt es auch die Gegenbeispiele jener leidenschaftlichen Baumschützer, die um jeden Stamm öffentlichen Grüns kämpfen, im eigenen Garten aber die Säge munter sägen lassen, die gegen Steingärten wettern und daheim selbst weiße Kiesel zum Vorgartenmosaik drapieren.

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Schon mal bemerkt, wie viele Straßen auf einmal so anders und kahl wirken, weil Bäume auf Privatgrundstücken verschwunden sind? Da regt sich gewöhnlich kein Protest, sind Nachbarn sogar mitunter froh, endlich mehr Sonnenlicht zu bekommen. Und der Umgang mit dem eigenen Grün ist ja genauso Privatsache wie die Notwendigkeit des Pseudo-Geländewagens für den Stadtverkehr.

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Also achten wir weiter auf das umweltschonende Verhalten vor allem unserer Mitbürger. Und sorgen uns darum, ob spazierende Menschen die Ansiedlung bisher noch nicht gesichteter (aber theoretisch anzulockender) Fledermäuse in Rheindorf oder Eisvögel an der Wupper stören könnten. Und asphaltieren dazu Waldwege, damit das Radfahren bequemer wird. Ein/e jede/r also, wie es ihm/ihr gefällt. Ob Friday oder Saturday: Future will come – anyway.