Augen zu und durch!Kommentar zu fliegenden Flaschen am Hitdorfer Zug
Von Thomas Käding
1 min

Die Stadt ist am Hitdorfer Zug zwar präsent, das Problem allerdings müsste von Grund auf gelöst werden, findet unser Autor.
Copyright: Ralf Krieger
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Die Stadt ist am Hitdorfer Zug zwar präsent, das Problem allerdings müsste von Grund auf gelöst werden, findet unser Autor.
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Leverkusen – Das ist schon sehr kurios: Seit Jahren weiß man im Ordnungsamt, dass es beim Hitdorfer Zug Probleme gibt. Die Kirche ist zum Treffpunkt für Leute geworden, die unter Karneval Feiern vor allem übermäßiges Trinken verstehen und ein bisschen Randale: Manchmal fallen Flaschen nur so, manchmal fallen sie auch zielgerichtet. Der Polizei-Kordon am Karnevalsfreitag macht die Lage deutlich. Die Ordnungsmacht tut also etwas.
Das Ordnungsamt aber nicht. Längst hätte man im Rathaus auf die unangenehme Lage in Hitdorf reagieren können. Das wäre auch gar nicht schwer gewesen: Seit acht Jahren bewährt sich in Schlebusch das Glasverbot auf dem Lindenplatz als Mittel, die gröbsten Auswüchse im Straßenkarneval einzudämmen. Das ist zwar aufwendig in der Anwendung, aber es lohnt sich – sagt die Stadtverwaltung selbst.
Wer nun aber glaubt, dass die nicht pöbelnden Jecken auch in Hitdorf durch ein Glasverbot geschützt werden, täuscht sich. Im Rathaus wehrt man sich mit Händen und Füßen gegen die Ausweitung dieses Instruments. Mag ja sein, dass man die Gefahr am Rand des Zugs belegen muss. Das hätte längst gemacht sein können. Stattdessen heißt das Motto: Augen zu und durch.