Leverkusen – Leverkusen hat ab 1. Oktober wieder einen Stadtdirektor. Der bisherige Sozialdezernent der Stadtverwaltung, Markus Märtens, ist vom Stadtrat am Montag für acht Jahre zum neuen Kämmerer und allgemeinen Stellvertreter des Oberbürgermeisters in der Verwaltung gewählt worden.
Der 41-jährige Christdemokrat, Volljurist und Familienvater begann seine Karriere im Leverkusener Rathaus 2009 als Büroleiter des Oberbürgermeisters Reinhard Buchhorn (CDU) und wurde 2014 zum Nachfolger des Sozialdezernenten Frank Stein (SPD) gewählt.
Nun beerbt er Stein erneut, diesmal als Finanz- und Rechtsreferent, also Kämmerer. Und um seine herausgehobene Funktion als Nummer Zwei in der Verwaltung hervorzuheben, führt er den Titel Stadtdirektor.
Gegen Märtens hatte die Ratsgruppe Pro NRW noch in der Sitzung einen hoch qualifizierten Gegenkandidaten vorgeschlagen, der von der Findungskommission, die die eingegangenen Bewerbungen gesichtet hatte, unberücksichtigt geblieben war, denn die zwischen den Ratsfraktionen ausgehandelte Wahl von Märtens war längst abgemachte Sache.
Markus Beisicht schlug dagegen den ehemaligen Oberbürgermeister der Stadt Celle, Dirk-Ulrich Mende (SPD), vor – um gegen den Sieg der Parteibuchwirtschaft über fachliche Qualifikation zu demonstrieren.
Das Ergebnis war dennoch eindeutig: Mit 29 von 41 Stimmen wurde Märtens gewählt; fünf entfielen auf Mende. Einstimmig fiel danach Märtens Bestellung in einige Funktionen aus, die auch Stein zuvor bekleidet hatte. Stein gratulierte dem Rat zu einer „sehr guten Wahl“.
Bei Märtens seien die Stadtfinanzen in guten Händen. Er stehe für Kontinuität und Sachverstand.
