Abo

Wie sicher fühlen sich die Bürger?Leverkusener und Leichlinger erhalten Fragebogen

2 min
180703_Bus_011

Symbolbild Polizei

Leverkusen – Wie sicher fühlen sich die Menschen in NRW in ihrem Lebensumfeld und der Öffentlichkeit? Mit der Befragung „Sicherheit und Gewalt in Nordrhein-Westfalen“ ist soeben eine repräsentative Dunkelfeldstudie über Gewaltkriminalität gestartet. Sie nimmt nicht die erfolgten Anzeigen von Opfern oder Strafverfahren – das sogenannte Hellfeld der Polizeikriminalitätsstatistik – in den Blick, sondern das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürger.

Sogenanntes Dunkelfeld

Dazu gehören Fragen nach eigenen Gewalterfahrungen, die nicht zur Anzeige gebracht wurden – das sogenannte Dunkelfeld –, wie gut man sich vor Kriminalität geschützt fühle und wie zufrieden von Gewalt Betroffene mit Hilfsangeboten seien. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung sollen ein vollständigeres Bild der Kriminalitätslage in NRW ergeben. Die Erkenntnisse sollen der Präventionsarbeit, dem Opferschutz und der Sicherheitsarbeit zugutekommen und der Entwicklung psychosozialer Unterstützungsangebote für Gewaltopfer dienen.

Die Studie wird vom Landeskriminalamt NRW im Auftrag des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung und des Ministeriums des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Zwischen dem 2. und 13. September erhalten 60 000 Menschen, die mindestens 16 Jahre alt sind und ihren Hauptwohnsitz in NRW haben, den Fragebogen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte über eine repräsentative Stichprobenziehung aus den Melderegistern von 81 für die Befragung ausgewählten Kommunen. Darunter sind auch Bergisch Gladbach, Leverkusen und Leichlingen. Die Teilnehmer der freiwilligen Befragung können den Fragebogen in einem frankierten Rückumschlag zurücksenden, alle Angaben werden anonymisiert ausgewertet. Mit Ergebnissen aus der Befragung ist im Sommer 2020 zu rechnen. Nach der Befragungsphase wird der Fragebogen selbst veröffentlicht. Die Kosten der Studie belaufen sich auf rund 500 000 Euro. (dre)