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3. OktoberDiesmal bekommt Leverkusen zwei Bäume am Tag der Deutschen Einheit

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OB Stefan Hebbel, Museumsleiter Jürgen Bandsom, Jens Schäperclaus und Dagmar Faust pflanzen einen Apfelbaum am Sensenhammer.

Diesmal kamen zwei Bäume in die Erde. OB Stefan Hebbel, Museumsleiter Jürgen Bandsom, Jens Schäperclaus und Dagmar Faust (von links) legen Hand an.  

Strahlender Sonnenschein sorgte für großen Andrang im Sensenhammer bei der Doppelveranstaltung Einheitsbuddeln und Kunstbasar.

Die Sonne schien vom fast wolkenlosen Himmel. Auf der Wiese des Industriemuseums Sensenhammer stand ein weißes Zelt neben dem anderen, im Ganzen rund 24. In jedem dieser Zelte standen bunte, handgefertigte Produkte: Keramikarbeiten, handgenähte Geschenkartikel, aus Besteck gefertigter Schmuck, von Hand gestaltete Postkarten, Bilder aus gestrickten oder gehäkelten Minikreisen, mit Serviettentechnik gestaltete Windlichter – es gab viel zu sehen.

Auf dem Kunstbasar zum Tag der Deutschen Einheit legten die Menschen noch ein letztes Mal Hand an, bevor es richtig losgehen würde. Im Zelt des Sensenhammers wurden Speisen angerichtet, der Grill angeheizt.

Um 11Uhr wurden zwei Bäume gepflanzt

Um Punkt 11 Uhr ertönte eine Glocke; Museumsleiter Jürgen Bandsom rief zum traditionellen Einheitsbuddeln, das in diesem Jahr bereits zum achten Mal im Sensenhammer stattfand. Auf der Wiese im Eingangsbereich standen zwei neue Apfelbäumchen, die eingepflanzt werden sollten. Die Tradition, am 3. Oktober einen Baum zu pflanzen, hatte das Land Schleswig-Holstein 2019 ins Leben gerufen, um dem Tag der Deutschen Einheit eine Tradition hinzuzufügen, die dem Klimaschutz dient.

Aufforstung ist ein wirksames Mittel. Die Menschen versammelten sich rund um die Wiese. Oberbürgermeister Stefan Hebbel, Jürgen Bandsom, Jens Schäperclaus und Dagmar Faust betraten die Wiese, begleitet von Mitgliedern des irischen Clans Èirinn Caraidean, der ebenfalls einen Stand auf dem Markt hatte und den claneigenen Schlehenwein ausgab.

Norbert Kaluza und Gabriele Schwietz, die Organisatoren des Kunstmarkts am Sensenhammer

Norbert Kaluza und Gabriele Schwietz organisieren den Kunstmarkt seit vielen Jahren.

Der Museumsleiter erklärte den Besuchern, warum diesmal zwei Bäume gepflanzt werden: Der erste Baum hatte es nicht geschafft und bekam einen Nachfolger. OB Stefan Hebbel brachte die enormen finanziellen Probleme der Stadt und den Veranstaltungsort zusammen: „Ich könnte mir ein Leverkusen ohne den Sensenhammer nicht vorstellen“, sagte er und versicherte, dass eine Lösung zum Erhalt des Museums gefunden ist, die aber noch bestätigt werden muss.

Leute vom irischen Clan Èirinn Caraidean

Leute vom irischen Clan Èirinn Caraidean waren auch dabei.

In einer kleinen, feierlichen Zeremonie kamen die Bäumchen in die Löcher. Sodann eröffnete Bandsom den Kunstbasar. Das Gelände füllte sich nach und nach mit Menschen, die umherstreiften, sich Werke  anschauten oder etwas zu essen kauften.

Kunstbasar entstand zur Coronazeit

Die Ausstellerinnen und Aussteller kamen alle aus Leverkusen oder aus dem direkten Umfeld. Amateure und Profis standen Seite an Seite und präsentierten die Ergebnisse ihres Schaffens. An einem Tisch konnten Interessierte sogar ein Tongefäß bemalen und dann, nach einiger Zeit gebrannt, im Sensenhammer abholen.  

Das Organisatoren-Team Gabriele Schwietz und Norbert Kaluza war sehr zufrieden. Sie organisieren den Basar bereits seit vielen Jahren. Angefangen hat alles auf einer privaten Obstwiese zur Coronazeit. Dann folgte der Umzug in den Neulandpark – schließlich wurde der Sensenhammer fester Platz als Teil der Doppelveranstaltung zum 3. Oktober.

„Wir sind total glücklich hier und kommen sehr gerne wieder“, sagten die beiden. Schwietz sorgt dafür, dass neben bekannten Gesichtern auch immer neue Kunstschaffende einen Platz auf dem Markt bekommen, um den Besucherinnen und Besuchern neben Vertrautem auch neue Impulse zu bieten.

Neben den Kunsthandwerksprodukten verkaufte der Sensenhammer seinen hauseigenen Apfelsaft. Auf dem Gelände stehen zahlreiche Apfelbäume, die trotz des trockenen Sommers rund 850 kg Äpfel lieferten, die zu Apfelsaft verarbeitet wurden. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 175 Kartons à drei Liter, also 525 Liter insgesamt. Der Saft kann, solange der Vorrat reicht, im Museumsladen erworben werden.

Gäste kommen gerne

Den Menschen gefällt es. „Das ist alles sehr nett gemacht. Die Stände, die Ausstellung, das Essen. Es ist eine schöne Atmosphäre und das Wetter spielt mit“, sagte Lucyna Gagalski, die mit ihrer Familie den Tag sichtlich genoss. Der Andrang war enorm, die Würstchen gingen weg wie nichts. Die Stimmung der Menschen war ausgelassen. Ein würdiger Tag, den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam zu begehen.