Unwetter haben auf einigen Strecken in NRW den Zugverkehr gestoppt – teils könnten die Einschränkungen noch andauern.
Nach Unwettern in NRWBahnverkehr bleibt wohl bis Mittwochabend eingeschränkt

Ein umgestürzter Baum stoppte die Weiterfahrt: Mehr als vier Stunden saßen in der Nacht Fahrgäste in einem ICE bei Schwelm fest, bevor die Fahrt weiterging.
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Unwetterschäden sorgen seit Montagabend in Nordrhein-Westfalen für mehrere Streckensperrungen und Einschränkungen im Bahnverkehr. Teilweise könnten die Beeinträchtigungen noch bis Mittwochabend (5. August) andauern, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
S-Bahn evakuiert – Baum fiel auf Gleise
In der Nacht mussten 53 Menschen aus einer S-Bahn zwischen Witten und Dortmund evakuiert werden, weil diese mit einem umgestürzten Baum kollidierte, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Baum war infolge des Unwetters auf die Gleise gestürzt und beschädigte die Oberleitungen. Verletzt wurde niemand.
Einsatzkräfte leuchteten die Unfallstelle aus und führten die Passagiere über das Gleisbett in Sicherheit. Die Strecke blieb während des etwa einstündigen Einsatzes gesperrt, ist aber wieder freigegeben.
Mehr als vier Stunden Wartezeit im ICE bei Schwelm
Bei Schwelm mussten laut Feuerwehr Fahrgäste in einem ICE mehr als vier Stunden ausharren, nachdem ein Baum in die Oberleitung gefallen war. Nachdem der Baum entfernt worden war, wurde der Zug mit Hilfe einer Diesellok über den inzwischen stromlosen Streckenabschnitt gezogen.
Dann konnte der ICE selbst wieder weiterfahren konnte. Eine Evakuierung der 132 Fahrgäste konnte demnach nach intensiver Lagebewertung letztlich vermieden werden.
Region Mönchengladbach – Aachen bleibt betroffen
Die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Aachen ist wegen eines Unwetter-Oberleitungsschadens gesperrt – laut Bahnsprecher voraussichtlich noch bis Mittwochabend. Bäume waren am Montagabend zwischen Rheydt und Lindern auf die Gleise gestürzt. Zwei Regionalzüge kamen zum Stehen. „Fahrgäste konnten die Züge mit Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort sicher verlassen und ihre Reise anschließend mit Bussen fortsetzen“, erklärte der Bahnsprecher.
Mehrere Bahnlinien sind laut dem Portal „Zuginfo.nrw“ von der Sperrung betroffen. So enden etwa die RE 1-Züge aus Hamm in Köln und fahren dann wieder zurück. Auch RE 4-Züge aus Dortmund und RB 33-Bahnen aus Essen fahren nicht nach Aachen, sondern nur bis Mönchengladbach. Zwischen Aachen und Mönchengladbach wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Züge aus Aachen enden und beginnen in Lindern. Auch dort gibt es einen Ersatzverkehr.
Ebenfalls betroffen sind die Linien RE 8 und RB 27 zwischen Rheydt-Odenkirchen und Grevenbroich. (dpa/red)
