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NeubauplänePolizeiwache am Opladener Platz soll abgebrochen werden

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Leverkusen – Die Ansage war knapp. Wie man es schon kennt von Jürgen Mathies: „Die Räume sind hinüber“, sagte der Polizeipräsident bei seinem ersten Auftritt im Leverkusener Stadtrat. Gemeint ist die Polizeiwache am Opladener Platz. Sie soll nicht mehr modernisiert, sondern abgebrochen werden. Wann, ist noch nicht klar. Derzeit sucht die Polizei noch nach einem Bauplatz. Wobei der ungefähre Standort schon feststeht: Der West-Teil der Neuen Bahnstadt soll es werden, sagte Mathies am Montag. Strategisch sei der Platz gut – sogar besser als der jetzige: Die Polizeiautos kommen schneller weg.

Dass Opladen eine Polizeiwache braucht, steht für den Präsidenten außer Frage. Grundsätzlich sei es aber so: „Eine Dienststelle ist kein Mehr an Sicherheit.“ Mathies will die Polizisten auf der Straße haben. Objektiv habe es in dieser Hinsicht Fortschritte gegeben. Subjektiv aber herrsche bei den Bürgern das Gefühl, dass weniger Polizei unterwegs sei, gab Mathies zu. Besonders in Leverkusen seit 2007. Damals ging das Präsidium in der Kölner Behörde auf. Und immer noch berichten Bürger von Kölner Polizisten, die nichts ortskundig sind und deshalb zu spät kommen. Erhard Schoofs nannte im Stadtrat Beispiele dafür. Doch der Polizeichef widersprach dem Fraktionschef der Bürgerliste: Die Reaktionszeit seiner Leute liege im Durchschnitt bei vier Minuten. „Ihre Erfahrungen decken sich nicht mit meinen Erkenntnissen.“

Von objektiven Problemen sprach Mathies allerdings auch: Die Statistik bei Diebstählen und Einbrüchen sah voriges Jahr übel aus: 1032 Diebstähle von oder aus Autos verzeichnete die Polizei. Plus 21 Prozent. Fast genauso schlecht war die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen: 724 waren 115 oder knapp 19 Punkte mehr als 2014. Damit ist klar, dass die Polizei sehr viel mehr tun muss. Vor allem mit Blick auf eine beschämende Aufklärungsquote: gut 6,6 Prozent. Erste Änderungen der Arbeit scheinen aber Früchte zu tragen: Bis Ende April gab es 100 Einbrüche oder Versuche weniger als im Vorjahreszeitraum.