- Für die in der Bahnstadt geplante Dreifach-Sporthalle gibt es keine Fördermittel vom Bund.
- Für die finanzschwache Stadt Leverkusen sei das eine „Katastrophe“, so Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Morig.
- Der Dezernent will das Projekt dennoch nicht aufgeben.
Leverkusen – Das erhoffte Fördergeld aus Bundesmitteln für den geplanten Bau einer Dreifach-Sporthalle an der Neuen Bahnstadt Opladen wird es nicht geben. Diese ablehnende Mitteilung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat nicht zuletzt bei Leverkusens Sportdezernent Marc Adomat zu „Irritationen“ geführt: „Wir waren in der Tat konsterniert, zumal uns im Vorfeld signalisiert wurde, wie wichtig doch dieses Projekt sei. Daraus hatten wir natürlich geschlossen, dass der Antrag positiv beschieden wird“. Man habe bereits so viel Aufwand betrieben, um das Bauvorhaben voranzutreiben. Da sei eine Absage, zumal ohne jede Begründung, umso enttäuschender.
Sportbund-Geschäftsführer Thorsten Morig stuft die Entscheidung als „Katastrophe“ für die finanzschwache Stadt Leverkusen und zugleich als „vernichtend“ für die Sportlandschaft ein. „Wer sich den Sportstättenentwicklungsplan angesehen hat, dem ist nicht verborgen geblieben, dass gerade in Opladen großer Bedarf für eine solche Halle besteht“, betont Morig.
Die Stätte sollte nicht nur für Studierende des TH-Campus, sondern auch für Schüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums als NRW-Sportschule zur Verfügung stehen. Außerdem seien damit Visionen verbunden gewesen. „Es wurde doch laut darüber nachgedacht, die Halle möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt als Ort für kulturelle Veranstaltungen und als Begegnungsstätte zu nutzen“, erklärt Morig.
Dezernent will nicht aufgeben
Daher sei es erschreckend, dass Leverkusen beim 1000 Projekte umfassenden Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ nicht berücksichtigt wurde. Ob die Stadt das Vorhaben dennoch umsetzen kann, bleibt abzuwarten.
Marc Adomat betont ausdrücklich, dass der Bau politisch von allen gewollt sei. Er werde daher nicht aufgeben und Himmel und Hölle in Bewegung setzen, damit das „Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann. Wir werden auch prüfen, ob andere Fördermittel möglich sind oder andere Zuschussgeber einspringen können“, gibt der Dezernent die Hoffnung keineswegs auf.
Der Rat der Stadt Leverkusen hatte im Dezember vergangenen Jahres dem Bau einer Dreifachturnhalle mit Kraftraum auf dem Gelände der Neuen Bahnstadt Opladen vorbehaltlich der Finanzierung durch Bundes- und Landesmittel zugestimmt. Besonderer Charme des mit etwa 7,5 Millionen Euro inklusive Grundstückswert angesetzten Projekts, der städtische Eigenanteil sollte in Form des Baugrundwertes dargestellt werden.
Mit der Projektausführung war der Sportpark Leverkusen beauftragt worden.