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VereinAus dem Kinder-Trauerclub „Schwerelos“ ist der „Ankerplatz“ in Bergneustadt geworden

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Gruppenfoto vor einem Jugendtreff.

Der Kindertrauer-Club Ankerplatz will zunächst sein Domizil im Jugendtreff im Krawinkelsaal behalten.

Der neue Verein kümmert sich um trauernde Kinder. Die Verantwortlichen hoffen auf viele neue Mitglieder.

Aus dem Kinder-Trauerclub „Schwerelos“ des Ökumenischen Hospizdienstes Gummersbach ist der Verein „Ankerplatz“ geworden. Katja Engels, die schon „Schwerelos“ mitbegründete, erläutert: „Seit Corona hatten wir das Gefühl, dass unsere Aufgaben, die Kinder und Jugendlichen zu begleiten, immer umfangreicher wurden. Da ging es nicht mehr nur um Trauer nach Sterbefällen, sondern um Trauererfahrungen aufgrund von psychischen Problemen oder chronischen Erkrankungen im Umfeld.“

Irgendwann passte das für das Team des Trauerclubs nicht mehr originär zu den Aufgaben eines Hospizdienstes. Da es aber keine Option war, das Angebot des Trauerclubs wieder zu reduzieren, erfolgte der Schritt hin zu einem Verein, der nun eigenständig handelt und auf dem Weg zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit ist.

Nicht verarbeitete Trauer wirkt sich auf das ganze Leben aus.
Hildrun Schüller, Schriftführerin

Innerhalb von sechs Wochen wurde, rechtsanwaltlich geprüft, eine Satzung auf den Weg gebracht. Vorstandsmitglieder fanden sich in der Vorsitzenden Cornelia Weigand, die auch als Kassenwartin fungiert, ihrer Vertreterin Jutta Norden und Hildrun Schüller als Schriftführerin. Mit acht Gründungsmitgliedern ist der Verein nun am Start. Cornelia Weigand hofft auf viele neue Mitglieder: „Unsere Familien sind schon dabei und auch unsere Männer unterstützen uns sehr engagiert. Aber wir möchten als Ankerplatz natürlich gerne weiterwachsen.“

Hildrun Schüller ergänzt: „Wir freuen uns über jede Unterstützung, denn Trauerarbeit mit Kindern ist unglaublich wichtig. Nicht verarbeitete Trauer wirkt sich auf das ganze Leben aus.“

Kindertrauer-Club: Sitz des neuen Vereins ist in Bergneustadt

Sitz ist in Bergneustadt, denn der Kindertrauer-Club Ankerplatz will zunächst sein Domizil im Jugendtreff im Krawinkelsaal behalten. Langfristig hoffen die Vereinsmitglieder auf einen Umzug in die Hackenberger Begegnungsstätte – dorthin zurück, wo vor rund sechs Jahren alles anfing. Katja Engels sagt: „In der Begegnungsstätte hätten wir sehr gerne einen Raum nur für unseren Trauerclub. Im Jugendtreff teilen wir uns die Räumlichkeiten, was manchmal einfach nicht so praktikabel ist.“

Doch noch treffen sich neun Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren an jedem zweiten und vierten Montag im Monat nachmittags im Jugendtreff. Sie weinen, haben Spaß, erzählen von ihren Emotionen, basteln und kochen. Vor allem beim Schnibbeln von Gemüse komme man wunderbar ins Gespräch, verrät Katja Engels lachend.

Als Verein ist auch Ankerplatz auf Spenden angewiesen. Die Vorsitzende berichtet: „Die Erfahrungswerte aus der Zeit als Trauerclub Schwerelos zeigen, dass wir etwa 5000 Euro pro Jahr benötigen.“ Gerade sind Sandra Bremicker und Monika Oswald in der Ausbildung zu Trauerbegleiterinnen, unter anderem dafür braucht der Verein finanzielle Mittel. Hildrun Schüller betont: „Der Bedarf an Begleitung in Zeiten der Trauer ist nun einmal da und wird größer – daher brauchen wir gut ausgebildete Mitstreiterinnen.“

Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an info@ankerplatzkindertrauer.de wenden oder Infos unter 0152/38 45 09 95 erfragen. Eine Website wird folgen, auch Flyer wollen die Mitglieder schon bald auslegen.