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Neue Discounterfilialen So wollen Netto und Rossmann gemeinsam die Bergneustädter Kundschaft locken

Männer und Frauen stehen vor einem Drogeriemarkt in Bergneustadt.

Investor Josef Schoofs (4.v.r.) hatte am Montag Vertreterinnen und Vertreter der beiden Discounter und der Stadt Bergneustadt geladen. 

Der gemeinsame Vermieter macht es möglich: Die nagelneue Rossmann-Filiale an der Kölner Straße und der Netto-Markt gleich nebenan wollen sich perfekt ergänzen. Am Montag wurden Einzelheiten zu den Läden vorgestellt.

Aus der Neustädter Einzelhandelslandschaft gibt es momentan fast täglich Neuigkeiten. Vor allem östlich des Stadtzentrums tut sich etwas. Nachdem Aldi Nord vergangene Woche seinen Markt auf der Henneweide geschlossen hat, öffnete nun die Drogeriekette Rossmann eine nagelneue Filiale ganz in der Nähe auf der Kölner Straße.

Am Montagnachmittag stellte Investor Josef Schoofs aus Kevelaer das Nahversorger-Tandem, bestehend aus dem im März wiedereröffneten Netto-Markt und eben jener Rossmann-Filiale, offiziell vor. Dass sich die beiden Läden hervorragend ergänzen, lag für Schoofs bei der Präsentation auf der Hand. „Idealerweise fährt die Familie mit dem Einkaufszettel vor und findet auf diesem Gelände alles, was sie braucht.“

Netto setzt auf Regionales und wenig Non-Food

Auf alle Fälle sei die Zusammenarbeit langfristig angelegt – Netto etwa habe den Mietvertrag mit einer Mindestlaufzeit von 15 Jahren abgeschlossen, verriet der Investor. Auf nun 800 Quadratmetern können Netto-Kunden an der Kölner Straße durch die Regale stöbern. Dabei hält sich der Discounter im „Non-Food-Bereich“ stark zurück, wie Elena Kulikov und Heidi Viehmann von der Netto-Regionalvertretung am Montag betonten. „Nur maximal zwei Prozent unserer Verkaufsfläche stehen für Aktionsartikel zur Verfügung, die keine Lebensmittel sind – wir verstehen uns deshalb als der Supermarkt unter den Discountern“, sagte Viehmann mit einem Seitenhieb auf Aldi und Lidl.

Baulich ist der neue Markt so gestaltet, dass sogar eine Vergrößerung der Marktfläche auf 1450 Quadratmeter mit wenig Aufwand möglich wäre, wobei dann 1000 Quadratmeter für den Verkauf bereitstünden. Das Gebäude ist zudem umfassend isoliert, auf dem Dach wachsen bereits die ersten Begrünungspflanzen und zwischen den rund 80 barrierefreien Parkplätzen sind jüngst Bäume gepflanzt worden – alles Vorgaben des Bebauungsplanes, die die Bergneustädter Politik von Architekt Mark Kassautzki gefordert hatte.

Idealerweise fährt die Familie mit dem Einkaufszettel vor und findet auf diesem Gelände alles, was sie braucht.

Punkten möchten die 16 Mitarbeiter vor allem mit ihrem Getränkemarkt, der auch Mehrwegflaschen bereithält, der regionalen Ecke, in die es nur Produkte aus NRW schaffen, und der Landbäckerei Sommer, einer Kette aus dem Hochsauerlandkreis, mit Brötchentheke und Café im Foyer. Gleich nebenan ist in nur fünf Monaten der Neubau mit 700 Quadratmetern Verkaufsfläche für das Rossmann-Sortiment hochgezogen worden.

Dort liegt der Schwerpunkt klar auf Drogerieartikeln, Marktleiterin Sabrina Metzner und das 13-köpfige Team halten aber beispielsweise auch Weine, Schreibwaren, Zeitschriften und Haushaltsgegenstände für ihre Kundschaft bereit. Bürgermeister Matthias Thul machte sich am Montag ebenfalls ein Bild von den beiden neuen Geschäften und betonte dabei, dass der Bergneustädter Handel traditionell nicht nur das eigene Stadtgebiet, sondern auch Ortschaften wie Lieberhausen und Drolshagen abdecke. Investor Schoofs kommt das gelegen. „Der neue Rossmann sollte auch Anreize für Externe schaffen.“