Das Projekt „Peer to Peer bewegt das Quartier. Gesundes Aufwachsen in Bergneustadt“ hat Bewegung und eine gesunde Ernährung junger Menschen als Ziele.
GesundheitQuartiersprojekt von Kreis und Stadt Bergneustadt hat den Nachwuchs im Fokus

Eine erste Bilanz zu „Peer to Peer bewegt das Quartier“ haben jetzt Vertreter des Projekts, des Kreises, der Kommune und aus dem Wissenschaftlichen Beirat gezogen.
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Bewegung und eine gesunde Ernährung als Selbstverständlichkeit in den Alltag zu integrieren, dieses Ziel hat sich das Projekt „Peer to Peer bewegt das Quartier. Gesundes Aufwachsen in Bergneustadt“ gesetzt. Und zwar für Familien mit Kindern im Alter bis zehn Jahren. Schon im Kindesalter Übergewicht und Adipositas vorzubeugen, ist ein wichtiger Punkt.
Ein wesentlicher Baustein sind die Menschen vor Ort, die als Vertrauensperson aus der jeweiligen Zielgruppe als sogenannte Peers qualifiziert und dabei unterstützt werden, gesundheitsfördernde Angebote aktiv mitzugestalten und Familien zu erreichen. „Grundlage für die Bedarfsermittlung sind unter anderem die Schuleingangsuntersuchungen. Diese Daten geben uns einen guten Überblick über den Gesundheits- und Entwicklungsstand der Kinder und können bei Bedarf Präventionsmaßnahmen planen.
Langfristige Strukturen schaffen
Wichtig ist aber, dass Strukturen geschaffen werden, die langfristig wirken und in den Lebenswelten der Menschen verankert werden“, berichtete Kaija Elvermann vom Gesundheitsamt des Kreises. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort, um vorhandene Ressourcen zu stärken, Angebote zu vernetzen und das Thema Gesundheit stärker in den Alltag verankern, sagt sie weiter.
Gefördert durch das GKV-Bündnis für Gesundheit in NRW hat das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises die Projektleitung und -Koordination übernommen, während die Stadt Bergneustadt als Kooperationspartner fungiert und die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit die inhaltliche Begleitung übernommen hat. Der Förderzeitraum erstreckt sich über drei Jahre, das Projekt läuft seit März 2024.
Über Ergebnisse informiert
Im Rahmen einer Quartiersbegehung waren Vertreter aus Wissenschaft und Kommune vom Gesundheitsamt eingeladen worden, um sich von den ersten Ergebnissen und geplanten Aktionen ein Bild zu machen. So wurden im Rathaus eine Projekt-AG und eine Steuergruppe etabliert und niedrigschwellige Angebote für Familien in Zusammenarbeit mit Sportvereinen geschaffen, die es Kindern ermöglichen, am Vereinsleben teilzunehmen. Die Peers agieren als Multiplikatoren. Wie in der Sonnenschule Auf dem Bursten.
Dort bereiten Peers Obst und Gemüse vor. Zudem ist dort eine Walkinggruppe für Mütter in Planung und nach den Sommerferien soll der von den Peers initiierte Walkingbus starten. „Die Kinder sollen möglichst nicht mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Es ist geplant, dass sich kleine Gruppen von fünf Schülern ab dem Treffpunkt Parkplatz Talstraße in Begleitung eines Erwachsenen zu Fuß auf den Weg zur Schule machen. Sie sind dann an der frischen Luft und können fit in den Schultag starten“, so Schulleiter Christopher Blaut. „Viele Eltern wollen, dass sich ihre Kinder mehr bewegen, können es aber nicht bewerkstelligen. Da wollen wir helfen, indem die Kinder nur bis zum Parkplatz gebracht werden und ab da übernehmen wir“, erklärte Selma Mentese von der Sonnenschule.
Die Vertreter aus der Wissenschaft zeigten sich begeistert, von dem, was bislang geschaffen wurde und was noch geplant ist. Christina Joisten von der Deutschen Sporthochschule Köln sagte: „Es ist wirklich toll, wie die Akteure hier zusammenarbeiten und was alles erreicht wurde. Wir sind gespannt, was noch alles passieren wird“. Und Elvermann hofft, dass die Maßnahme nach 2027 weiter gefördert wird.
