Zur Eröffnungsfeier geht das deutsche Team bei den Paralympics nicht, dafür durfte sein Ehrenpräsident die paralympische Fackel durch Verona tragen.
Paralympics in ItalienDer Bergneustädter Friedhelm Julius Beucher war Fackelläufer in Verona

Friedhelm Julius Beucher (r.), Beucher, Ehrenpräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), mit dem Paralympischen Feuer in Verona.
Copyright: Ralf Kuckuck
Als das Paralympische Feuer am Freitag in Verona ankam, gehörte der Bergneustädter Friedhelm Julius Beucher zu den Menschen, die Feuer das von Läufer zu Läufer durch die Stadt tragen durften. Im britischen Stoke Mandeville, der Wiege der Paralympischen Bewegung, entzündet, wurde das Feuer elf Tage lang über 2000 Kilometer und von 500 Teilnehmern zum Zielort gebracht. Beucher, Ehrenpräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), berichtete dieser Zeitung, dass er im Bereich der Ponte Nuovo, einer Brücke in Verona, über eine Länge von 300 Metern durch die Stadt gelaufen sei. Dabei habe jeder Läufer seine eigene Fackel gehabt und das Feuer immer wieder weitergegeben.
Beucher spricht von einer „hohen Symbolik“
Teil dieser Zeremonie sein zu dürfen, habe ihn sehr bewegt. Habe der Lauf mit dem paralympischen Feuer doch eine hohe Symbolik, wie der Bergneustädter sagte. Was das Tempo seines 300-Meter-Laufs angehe, so sei er von Begleitern gebeten worden, nicht so schnell zu laufen, berichtete Beucher etwas schmunzelnd.
„Das Event vor der Eröffnungsfeier fand bei strahlendem Sonnenschein statt. Wir sitzen hier mit unseren Winterkleidung, so dass ich mir schon für meinen Lauf ausbedungen habe, ohne Pudelmütze laufen kann“, hatte Beucher bereits am Nachmittag am Telefon gesagt.
An der Eröffnungsfeier in Verona nimmt das deutsche Team indes nicht Teil. Grund ist, wie der Deutsche Behindertensportverband mitgeteilt hatte, die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus. Der Verband hatte daher vorab wissen lassen, dass er keine Sportler sowie Offizielle ins Amphitheater von Verona entsenden werde. Beucher übte aber auch Kritik an der Durchführung der Eröffnungsfeier. Im Amphitheater sind nur zwei Athleten pro Nation zugelassen. Für den 79-Jährigen fehlt daher ein Teil dessen, was die Spiele Bauchmache: die Sportler.

