Denklingen – Die Auseinandersetzung um die Odenspieler Kinderfeuerwehr geht weiter. Mehr als 20 der zuletzt 32 Kinder haben jetzt gemeinsam mit ihren Eltern im Denklinger Rathaus bei Reichshofs Bürgermeister Rüdiger Gennies ihre Abmeldung abgegeben. Einige weitere Austrittserklärungen sollen per Post oder per Mail unterwegs sein, berichtete Kathrin Steiniger, die auch ihren eigenen Sohn abmeldete.
Steiniger, ihr Mann Rolf sowie Klaus Altmann, als Gründungsmitglieder bis zuletzt Betreuer der Kinderfeuerwehr, hatten sich nach Auseinandersetzungen mit der Feuerwehrleitung zurückgezogen – unter anderem wegen des Streits über den richtigen Zeitpunkt, wann der Nachwuchses von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr wechseln soll.
Unangekündigte Abmeldung
Jetzt erschienen jene Eltern, die hinter den drei Betreuern stehen, mit ihren Kindern unangekündigt beim Bürgermeister und übergaben ihm die schriftlichen Abmeldungen. Auf Nachfrage von Gennies, ob man nicht darüber noch einmal reden könne, erklärten sie, dass ihre Kinder gerne wieder zur Feuerwehr kommen würden, wenn die Steinigers und Altmann zurückkehren.
Zum Inhalt des Streites wollte sich Reichshofs Bürgermeister auf Nachfrage nicht äußern. „Ich werde allerdings noch einmal das Gespräch suchen.“ Er wolle sich im „kleinen Kreis“ erneut mit den Beteiligten zusammensetzen: mit dem Leiter der Feuerwehr, mit der Jugendfeuerwehr, aber auch mit den drei ausgeschiedenen Betreuern. „Die Steinigers und Klaus Altmann haben beim Aufbau der Kinderfeuerwehr in Odenspiel eine Menge geleistet“, betont der Bürgermeister.
Ob sich die Situation rund um die Betreuer dadurch noch klären lässt, daran zweifeln aber auch die Betreuer selbst. „Vor allem nach den vielen erfolglosen Gesprächen, die in der Vergangenheit schon geführt wurden“, sagt Kathrin Steiniger.
