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Besondere „Fahrrad-Liebe“79-Jähriger sucht sein in Ründeroth gestohlenes E-Bike

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Das Fahrrad der Marke Liebe ist 30 Jahre alt, wurde vor kurzem für viel Geld aufwendig mit neuem Akku und neuer Technik ausgestattet. In Ründeroth wurde es in der Radabstellanlage auf dem Bahnhof gestohlen.

Das Fahrrad der Marke Liebe ist 30 Jahre alt, wurde vor kurzem für viel Geld aufwendig mit neuem Akku und neuer Technik ausgestattet. In Ründeroth wurde es in der Radabstellanlage auf dem Bahnhof gestohlen.

Mit seinem Liebe-Fahrrad verbindet Jupp Schmitz eine besondere Beziehung. Jetzt wurde es ihm in  Ründeroth gestohlen.

Jupp Schmitz, so sein Künstlername (der richtige Name ist der Redaktion bekannt), ist enttäuscht und traurig. Der 79-Jährige zieht gerade von Köln nach Ründeroth, weil er näher bei seinen Kindern und Enkeln sein will. Und dann wird ihm sein in der Rad-Abstellanlage am Bahnhof Ründeroth gut abgeschlossenes Fahrrad gestohlen, samt Anhänger.

Ein Rad mit besonderer Geschichte

So habe er sich seine Begrüßung in Ründeroth nicht vorgestellt, so Schmitz, der den Diebstahl umgehend der Polizei meldete. Und er habe auch die Gemeinde Engelskirchen informiert, denn der gehöre die Fahrrad-Abstellanlage am Bahnhof. Er habe sein Fahrrad ganz bewusst dort abgestellt und mit einem guten Schloss an der Haltevorrichtung abgeschlossen. Doch die Tür zu der Anlage habe nicht richtig geschlossen, weil das Schloss nicht gewartet worden sei. „Ein paar Tropfen Öl hätten genügt“, ist der Neu-Ründerother überzeugt. Ob das den Diebstahl verhindert hätte, weiß er nicht, aber sicher den Zugang erschwert.

Das Fahrrad hat eine ganz besondere Geschichte und es besitzt für Jupp Schmitz, unabhängig vom finanziellen, vor allem einen großen emotionalen Wert. Bei dem Rad handelt es sich um ein E-Bike der Firma Liebe. 30 Jahre ist es bereits alt und gehört damit zu den ersten E-Bikes auf dem Markt.

Das E-Bike wurde für viel Geld beim Hersteller überholt

„Ich habe das E-Bike beim Hersteller instandsetzen lassen, mit allem Drum und Dran, auch mit einem neuen E-Motor. Rund 1500 Euro hat das gekostet“, berichtet der 79-Jährige. Er habe das trotz knapper Kasse gemacht, weil ihm das Rad sehr viel bedeute. Bis vor  20 Jahren sei es als Leihrad im Bergischen im Einsatz gewesen. Danach habe er gekauft und liebevoll in Ordnung gehalten. Er nutze es mit dem Anhänger zum Einkaufen und um mobil zu bleiben. Ganz sicher sein Rad einmalig in Oberberg. Was der Dieb mit diesem nach heutigen Maßstäben veralteten E-Bike wolle, sei ihm nicht klar. Zu verkaufen sei es kaum.

Ein neues E-Bike könne er sich nicht leisten und die Hausratsversicherung werde für das alte Rad wahrscheinlich nichts zahlen, zudem können es solches einmalige Liebhaberstück auch nie ersetzt werden. Deswegen hoffe er, dass er sein Liebe-Fahrrad zurückbekommt.

Er appelliert an alle Oberberger, die Augen offen zu halten und die Polizei und ihn per E-Mail an zu informieren, wenn jemand das Rad irgendwo sehe oder es irgendwo angeboten werde. Schmitz verspricht einen Finderlohn von 100 Euro.