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Eine Zukunft für das EdelstahlwerkInsolvente BEW in Ründeroth an Investor verkauft

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Die Bergischen Edelstahlwerke (BEW) in Ründeroth.

Die Bergischen Edelstahlwerke (BEW) in Ründeroth.

Bei den Bergischen Edelstahlwerken in Ründeroth geht weiter. Ein Investor hat das insolvente Unternehmen gekauft.

Für die insolventen Bergischen Edelstahlwerke in Ründeroth gibt es eine Zukunft. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, wurde es von einem deutschen Privatinvestor übernommen und firmiert künftig unter der Saxum Beteiligungsgesellschaft mbH.

Die Marke Bergische Edelstahlwerke bleibe aber erhalten. „Mit dieser Übernahme werden der Standort sowie zahlreiche Arbeitsplätze in der deutschen Stahlindustrie nachhaltig gesichert“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. „Gleichzeitig wurden bereits erste wichtige Investitionen freigegeben, die in den kommenden Wochen und Monaten umgesetzt werden. Damit setzen wir ein klares Zeichen für Wachstum, Modernisierung und die langfristige Entwicklung unseres Unternehmens - und zugleich ein starkes Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland.“ Der Verkauf wirkt rückwirkend zum 1. Juli wirksam.

Seit dem Frühjahr auf Suche nach einer Lösung

Seit dem Frühjahr war Insolvenzverwalter Martin Plappert auf der Suche nach einem Investor und war optimistisch, einen Käufer für das in Schieflage geratene Unternehmen zu finden. Unterstützung gab es durch die Gewerkschaft. Die Mitarbeiter hatten bis April noch Insolvenzausfallgeld, seit Mai wurde wieder Lohn ausgezahlt, wie Plappert informiert hatte. Denn trotz der Notlage seien die Auftragsbücher gut gefüllt und die Kunden zufrieden mit Qualität und Liefertreue.

Das Unternehmen habe in den zurückliegenden Monaten intensiv am Vertrieb gearbeitet und positive Rückmeldungen erhalten, hatte Geschäftsführer Georg Wanders bei einem Termin mit Gewerkschaft und Insolvenzverwalter im März betont. Im Zug einer Sanierung wurde die Zahl der Mitarbeiter von 130 auf rund 100 reduziert, 1,7 Millionen Euro Personalkosten sollten so eingespart werden. Mit dem Verkauf, dem noch der Gläubigerausschuss zustimmen muss, gibt es auch einen Wechsel in der Geschäftsführung. Zukünftig wird die Ründerother Firma von Lidija Pavlicic und Andreas Dick geführt.