Leichte WissenschaftFamilien-Forscher-Tour im LVR-Industriemuseum Engelskirchen

Auch Bewegung stand auf dem Programm bei der Familien-Forscher-Tour im Muskelkraftwerk des Industriemuseums.
Copyright: ds_Siegbert Dierke Fotografie
Engelskirchen – „Jetzt will ich mal alles Wasser hier rein fließen lassen. Schnell Mama, mach die Schleuse da vorne zu“, ruft ein Junge begeistert. Geschlagene zehn Minuten drückt er immer wieder den Hochwasserknopf. Wasser strömt dann aus den kleinen Öffnungen zu beiden Seiten. Es bahnt sich seinen Weg in die zwei Gräben und hinein in die Miniaturwasseranlage. Kein Wunder, dass der Junge fasziniert ist. Die Kraft hinter der Naturgewalt ist und bleibt beeindruckend.
Das LVR-Industriemuseum hat an diesem Sonntag wieder ganztägig seine Türen für die Familien-Forscher-Tour geöffnet. Eltern, Großeltern und Kinder können dann in dem interaktiven Museum beliebig auf Erkundungstour gehen und ganz nebenbei auch noch einiges lernen. Es gibt insgesamt sieben Stationen, bei denen viel ausprobiert und experimentiert werden darf.
Im LVR-Industriemuseum: Kartoffeln im Stromkreislauf
An einer werden Kartoffeln Teil eines Stromkreislaufes. Dazu muss eine Verbindung zwischen Kupfer und Zink mit Hilfe von kleinen Stäben und Drähten und der Kartoffel aufgebaut werden. Als wäre man wieder in der Schulzeit gelandet staunt man nicht schlecht, wenn plötzlich die angeschlossene Uhr Saft bekommt und aufblinkt. An einer anderen Station wird die Muskelkraft beim in die Fahrradpedale treten in Licht umgesetzt.

Es gibt insgesamt sieben Stationen, bei denen viel ausprobiert und experimentiert werden darf.
Copyright: ds_Siegbert Dierke Fotografie
Der Junge ist inzwischen an dieser Station angekommen. Je stärker er in die Pedale tritt, desto heller leuchten die sechs kleinen Lampen auf. Der Junge gibt alles. Er ist sichtlich außer Atem, doch zufrieden und stolz. Er hat alle sechs Lampen hell zum Leuchten gebracht.
Blaulicht sorgt für schaurige Stimmung
Der Junge ist Ilona Lettenmayers Pflegesohn. Die beiden haben sichtlich Spaß, gemeinsam die Stationen abzuklappern. Inmitten der alten Maschinen des Wasserwerks ist die Stimmung besonders im Keller bei dem Blaulicht ein wenig schaurig. Doch ihr Pflegesohn flitzt ungeachtet von einer Station zur nächsten. Er ist eifrig dabei, die Stempel zu sammeln, um sich später seine Urkunde abholen zu können.
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„Wir waren erst im Lindlarer Freilichtmuseum, aber dort war es uns zu voll. Dann sind wir kurzerhand hier her gekommen und bereuen es absolut nicht. Die Ausstellung ist wirklich toll“, sagt Lettenmayer. Nicht nur für die Kinder gibt es hier viel zum Ausprobieren. Die Stationen sind auch mit allerlei einfach gehaltenen Erklärungen der physischen und chemischen Vorgänge bestückt. Obendrauf gibt es auch noch Infos zum Wasserkraftwerk, der Agger, der Familie Engels und zu den Mühlen der Region.



