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Testlauf im Wasser der LeppeEngelskirchener Ferienworkshop bastelt Schaufelräder

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Was im Oelchenshammer gebastelt wird, wird draußen an der Leppe sofort getestet, zum Beispiel von Mira und Xenia.

Engelskirchen – Man nehme eine Schere und schneide zwei Kreise aus einem leeren, sauberen Tetrapack. Diese Kreise schlitzt man an vier Stellen ein Stück ein und spießt diese dann nebeneinander mit einem Abstand auf einen Schaschlikspieß. Nun müssen zwischen die Kreise in die Schlitze noch vier Rechtecke aus Tetrapack gesteckt werden. Fertig ist ein Wasserrad in Miniaturversion. Und vom Prinzip her funktioniert dieses ganz genau so wie das große Wasserrad am Oelchenshammer in der Engelskirchener Ortschaft Bickenbach.

Oelchenshammer in den Ferien

Aktionen im Sommer

Über den Sommer ist der Oelchenshammer immer sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet, teils werden Bastelworkshops angeboten und jedes zweite Wochenende im Monat kann man beim Schmieden zuschauen, Tickets und Termine sind im Internet zu finden. (fts)

www.shop.industriemuseum.lvr.de

Dieses wird bis heute zum Antrieb des Schwanzhammers genutzt, unter dem bei Vorführungen in der ehemaligen Schmiede Stahl bearbeitet wird. Die kleinen Wasserräder aus Tetrapack konnten bei einem Ferienworkshops auf der historischen Anlage gebastelt und direkt unter einer Gießkanne und natürlich auch an der vorbeifließenden Leppe ausprobiert werden.

Verwendet werden können viele Materialien

Lamara Lautz zeigte den Kindern, wie man solche Rädchen bastelt. Neben der klassischen Version nur aus Tetrapack können in die Räder auch leere Teelichtschalen, Deckel von Plastikflaschen, Weinkorken und die Verpackungen von Überraschungs-Eiern als Schaufeln, mit Zahnstochern fixiert, eingearbeitet werden.

Auch Weinkorken eignen sich für den Bau von Wasserrädern.

„Die Kinder brauchen etwa zehn bis 15 Minuten um ein Rad zu basteln“, sagt Lautz. „Alle dürfen so viele Wasserräder bauen, wie man möchte.“ Mitgenommen und zu Hause unter dem Wasserhahn oder im Pool genutzt werden, durften die Rädchen natürlich auch.

Der Vater bastelt noch, der Sohn spielt schon

Matti (5) aus Engelskirchen war in Begleitung seiner Eltern am Oelchenshammer und probierte die verschiedenen Schaufel-Funktionen der Rädchen aus, während sein Vater Sebastian Boxberg bastelte. „Schön, dass man das hier ausprobieren kann“, freute sich Boxberg. In der Strömung der Leppe lief das Rad mit den Korken am besten, stellten die beiden nach der Bastelei in einer kurzen Testphase fest. Auch Mira (11) und Xenia (9) tüftelten an Tetrapack-Rädchen – als kleine Abwechslung zum Tag am Pool im Garten, Mira konstruiert schon das dritte Wasserrad.

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„Museum zum Mitmachen“, das ist hier stets das Motto. „Es ist nicht mehr wie früher, als man im Museum nichts anfassen durfte“, erklärte Jennifer von Wirtz vom Engelskirchener LVR-Industriemuseum Ermen und Engels, zu dem auch der Oelchenshammer gehört. Mitmachaktionen sollen Familien und Besucher zum Museum bringen.