HilfsorganisationMartin Mikat berichtete bei der SPD über die wichtige Arbeit der Grünhelme

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Martin Mikat aus Wallefeld steht am Mikrofon und hält vor Publikum einen Vortrag.

Martin Mikat aus Wallefeld war sieben Jahre lang Vorsitzender der Grünhelme, deren Arbeit er beim SPD-Empfang vorstellte.

Martin Mikat ist Bauingenieur, kommt aus Engelskirchen und war von 2014 bis 2021 Vorsitzender des Vereins Grünhelme.

Viele Zuhörer hat die SPD Engelskirchen bei ihrem Jahresempfang im Neuen Baumwolllager begrüßt. Dort berichtete der Engelskirchener Martin Mikat, Bauingenieur und langjähriger ehrenamtlicher Helfer beim Verein Grünhelme, aus seinen Erfahrungen mit der Hilfsorganisation, deren Vorsitzender er in den Jahren 2014 bis 2021 war. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Tobias Blumberg freute sich über den Gast – war doch schon Grünhelm-Gründer Rupert Neudeck vor 15 Jahren beim SPD-Jahresempfang.

Martin Mikat aus Engelskirchen war selbst lange im Hilfseinsatz

Mikat war selbst viele Jahre lang im Einsatz, sei es zum Schulbau in der Demokratischen Republik Kongo oder zu einer Krankenhaussanierung im syrischen Rafat-Tal. „Die Hauptphase meiner aktiven Tätigkeit war allerdings während meines Studiums und der Gesellenzeit, als ich etwa in Pakistan gewesen bin“, sagte der 39-Jährige. Bei rund 30 Projekten habe er geholfen.

Er warf einen Blick auf die Anfänge der Grünhelme: „Die Gründung war eine relativ unmittelbare Reaktion auf den 11. September 2001.“ Die Grünhelme seien ein interreligiöses Projekt des Christen Neudeck und des Muslimen Aiman Mazyek. „Ihr Ziel war, dass sie zusammen Hass und Angst abbauen wollten – denn wenn man zusammenarbeitet, verschwinden sie automatisch.“

Das Projekt werde vom Ehrenamt getragen. „Wir wollen nicht so groß werden, dass ein Verwaltungsapparat aus fest angestellten Mitarbeitern die Gelder auffrisst.“ So seien es etwa vier bis fünf Projekte, die pro Jahr umgesetzt werden – in den vergangenen 20 Jahren waren es 107 Projekte in 26 Ländern mit 300 Freiwilligen. „Wir gehen dorthin, wo es nicht so einfach ist – in Katastrophen- und Konfliktregionen, und dann immer in Gegenden, die abseits der großen Städte sind.“

Aktuell seien die Grünhelme in Sierra Leone, um Schulen und Gesundheitszentren zu bauen. Eindrucksvoll waren auch die Bilder, die Mikat von diesem Projekt mitgebracht hatte. „Es sind in Sierra Leone zwar nur 400 Kilometer von der Hauptstadt Freetown zu unserem Einsatzort, unter optimalen Bedingungen braucht man dennoch zwei Tage, um dorthin zu kommen. Aber das ist eben auch eines unserer Steckenpferde – in abgelegene Gegenden zu kommen, weg von den Zentren, in denen die großen Organisationen sind“, sagte er.

Vor Ort suche man sich Ansprechpartner. „Oft aus den Kirchen, seltener aus der Politik. Es geht darum, vorhandene Strukturen zu nehmen und sie dann zu verbessern. Dafür brauchen wir die Menschen vor Ort – sie wissen schließlich viel besser als wir, was nötig und sinnvoll ist“, sagte Martin Mikat.

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