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EhrenamtFachfrau aus Engelskirchen gibt Tipps, wenn es um die Rente geht

Lesezeit 2 Minuten
Ingrid Grabandt-Lahr im Bergneustädter Rathaus

Rentenberaterin Ingrid Grabandt-Lahr im Rathaus von Bergneustadt.

Ingrid Grabandt-Lahr aus Engelskirchen ist für weitere sechs Jahre als ehrenamtliche Versichertenberaterin wiedergewählt worden.

Mit dem Thema Rente sollte man sich im Idealfall schon möglichst früh beschäftigen. So sagt Ingrid Grabandt-Lahr (70), seit 30 Jahren ehrenamtliche Versichertenberaterin der Deutschen Rentenversicherung Bund im Oberbergischen Kreis und gerade für sechs Jahre von deren Vertreterversammlung wiedergewählt: „Mit Mitte 30 hätte ich auch noch nicht über die Rente nachgedacht. Heute weiß ich es besser und empfehle jedem, sich so früh es geht, zu kümmern und zu informieren.“

Engelskirchenerin weiß um die Sorgen der Oberberger

Informieren können Interessierte sich bei der Engelskirchenerin. Seit die Coronapandemie ihre persönlichen Sprechstunden in den Rathäusern unmöglich machte, ist die Fachfrau telefonisch erreichbar, schaut sich Formulare online an und hilft bei Anträgen und Fragen. Damit hat sich die Arbeit mit Aktenordnern und Papier zwar verringert, auch die Anrufe sind nicht weniger geworden, aber der Wegfall der Fahrtzeiten lässt mehr Raum für die Gespräche. „Immer mehr Menschen machen sich Sorgen um ihre Rente. Darum ist es so wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen“, betont sie.

Beraterin war in Bergneustadt, Nümbrecht, Waldbröl, Reichshof und Gummersbach aktiv

Das Amtsdeutsch, so sagt sie, sei nicht immer leicht zu verstehen: „Wer sich selten damit beschäftigt, muss das auch nicht können, zumal ich ja gerne bereitstehe, um zu helfen. Niemand muss das Gefühl haben, etwas nicht zu verstehen.“ Früher, so berichtet Ingrid Grabadt-Lahr, hat sie Sprechstunden bei Steuerberatern angeboten, später reiste sie von Rathaus zu Rathaus, um den Menschen zu helfen. Bergneustadt stand auf der Liste, dazu Nümbrecht, Waldbröl, Reichshof und Gummersbach.

Die Berufsgewerkschaft DHV fragte die ehemalige Leiterin einer Krankenkassengeschäftsstelle 1993, ob sie ehrenamtlich als Rentenberaterin tätig werden wolle. Ingrid Grabandt-Lahr zögerte nicht. Sie sagt: „Ich bin kein guter Statist, ich möchte Dinge bewegen und habe mich für das Thema schon immer interessiert.“ Über Beitragszeiten, Zeiten, die angerechnet werden können und über neue Gesetzesvorgaben weiß die Beraterin bestens Bescheid. Alles, was sich gesetzlich ändert, wird ihr von der Rentenversicherung fast tagesaktuell mitgeteilt. „Früher bekam ich sogar die oft seitenlangen Gesetzesentwürfe. Das hat sich zum Glück jetzt geändert, und ich erhalte nur noch die Ergebnisse.“

Da sie auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen kann, hat sie jede Menge Tipps parat, die helfen, im Alter so gut wie möglich durch die Rente leben zu können. Wer sich beraten lassen möchte: Ingrid Grabandt-Lahr sagt, sie habe noch Kapazitäten, zumal sie nach wie vor gerne an ihrem Schreibtisch steht, um die Menschen zu unterstützen. Sie ist erreichbar unter (0 22 63) 65 90.

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