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HöhlenerlebniszentrumGrüne in Engelskirchen forderten mehrere Änderungen am Protokoll

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So könnte das geplante Zentrum aussehen.

So könnte das geplante Zentrum aussehen.

Der Engelskirchener Rat diskutiert über Ergänzungen der Niederschrift. Ein Punkt wurde geändert.

Es kommt sehr selten vor, dass ein Ratsmitglied Einwände gegen das Protokoll einer Ratssitzung erhebt. In der jüngsten Sitzung des Engelskirchener Rates mussten sich die Politiker mit vier Einwänden von Karl Lüdenbach, Fraktionschef der Grünen, auseinandersetzen. Es ging in allen Fällen um die Diskussion über das Höhlenerlebniszentrum, dass der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen hatte.

Bedenken gegen die Kosten

Lüdenbach hatte immer wieder seine Bedenken gegen die Kosten vorgebracht und kritisiert, dass die Öffentlichkeit zu wenig über die Risiken, sondern nur über die Vorteile des geplanten Höhlenerlebniszentrums informiert sei. Ein Vorwurf, den sowohl die Verwaltung als auch die anderen Fraktionen mehrfach zurückgewiesen haben.

Der Grünen-Fraktionschef führte aus, dass eine Niederschrift dazu diene, dass sich ein Unbeteiligter im Nachhinein ein Bild davon machen und nachvollziehen könne, wie die jeweilige Entscheidung entstanden sei. Dem widersprach Bürgermeister Lukas Miebach. Eine Niederschrift diene dazu, den Verlauf der Diskussion in komprimierter Form und den Inhalt der Beschlüsse festzuhalten. Über die von der Gemeindeordnung vorgeschriebene Niederschrift über die gefassten Beschlüsse im Wortlaut und des Abstimmungsergebnisses, sehe die Geschäftsordnung des Rates vor, dass die Niederschrift eine gedrängte Wiedergabe des Verhandlungsverlaufes enthalten solle. Dem sei man mit dem Protokoll nachgekommen. Die Position von Karl Lüdenbach sei allen sehr deutlich geworden, alle Anträge und Einwänden für alle nachvollziehbar dokumentiert worden.

Die beantragten Änderungen wurden einzeln abgestimmt. Gegen die drei Stimmen der Grünen wurden drei Änderungsanträge zum Protokoll der Ratssitzung vom 3. März abgelehnt. Zwei Ergänzungen zum Redebeitrag, die sich auf die geplante Gastronomie beziehen, stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu.