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Melancholische Klänge in OsberghausenIrisch-britische Kooperation

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Das Trio in der Culturkirche

Das Trio Gavin-Fairhall-Lever begeisterte in der voll besetzten CulturKirche Osberghausen mit melancholischen Klängen und perfektem Zusammenspiel.

Ein Auftakt mit Sympathiepunkten

Tim Fairhall, das kontrabassspielende Drittel von Gavin-Fairhall-Lever, einem Trio mit britisch-irischen Wurzeln, machte am Freitagabend in der sehr gut besuchten Cukturkirche in Osberghausen gleich Sympathie-Pluspunkte, indem er ein paar Brocken Deutsch auspackte und, durchaus ein wenig treuherzig, sagte: „Ich gebe mein Bestes!“ Das Trio, Fairhall wurde von James Garvin an der Geige und Adrian Lever an der Gitarre unterstützt, konnte sich über einen enormen Zuspruch seitens eines begeisterten Publikums freuen, praktisch kein Sitz war leergeblieben, als man mit dem wunderschönen „White Horses“ in den Abend einstieg.

Kultur, die die Seele berührt

Und wieder einmal wurde die Culturkirche ihrem Namen und ihrer Aufgabe mehr als gerecht. Denn das war im allerbesten Sinne die Seele berührende Kultur, diese insgesamt durchaus recht weltlichen irisch-britischen Klang-Kooperationen schafften es, im sakralen Raum perfekt zu bestehen, die Zuhörer sich in sich selbst verlieren zu lassen und den Alltag zu vergessen.

Perfektes Zusammenspiel

Das Trio bestach dabei durch ein absolut perfektes Zusammenspiel auf der rein instrumentalen Ebene. Das funktionierte so gut, dass jeder Ton genau an der Stelle saß, wo er hin sollte, dass jeder natürlich nur scheinbar willkürliche Schlenker erst wie einfach so dahin in den Raum geworfen schien, und dann doch wieder absolut Sinn ergab.

Gitarre, Kontrabass und Geige im Zusammenspiel

Die Gitarre, mal gezupft, dann wieder mit kräftigem Akkordspiel, war nur ein Element in diesem Gesamtsound, das aber für sich alleine gut bestehen konnte, und etwa durch den, mal gezupften, mal gestrichenen, Kontrabass eine solide Basis bekam. Die Melodieführung übernahm hier indes die Geige, die ein fulminantes und leidenschaftliches Konstrukt darstellte. Wie sie mal winselte, dann wieder mit Verve und einem sanften Legato vom Halb- und Viertelton zum Ziel kam – dann wieder in den Hintergrund trat und vielleicht selbst den einen oder anderen Akkord bildete, über den dann die anderen beiden Instrumente mal die melodische Führung übernehmen konnten. Das war ein Miteinanderspielen im wahrsten Wortsinn.

Eine atemberaubende Klangexplosion

Die Ankündigung dieses eindrucksvollen Abends von Diakon und Culturkirche-Chef Patrick Oetterer als „eine atemberaubende Klangexplosion“ war absolut nicht übertrieben. (wow)