Das Gummersbacher Gründer- und Technologiecentrum hat in 30 Jahren mehr als 230 Unternehmen auf den Weg gebracht.
30 Jahre GTCEin Zuhause der guten Ideen in Gummersbach

Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit (vorn) gehörte zu den Vertretern von Politik und Wirtschaft, die das Gummersbacher Zentrum als Erfolgsprojekt würdigten.
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Anlässlich des 30-jährigen Bestehens hat ein Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums das Gummersbacher Gründer- und Technologiecentrum (GTC) als Erfolgsprojekt gewürdigt: „Mehr als 230 Unternehmen und Start-ups wurden in den 30 Jahren bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee unterstützt, rund 875 Arbeitsplätze sind dadurch in der Region entstanden“, sagte Johannes Velling beim Festakt im Gummersbacher Industriegebiet Windhagen. Die Feier zum 25. Geburtstag musste wegen der Pandemie sehr klein ausfallen, darum wurde nun umso größer gefeiert. Mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft und ehemaligen Weggefährten beging das GTC sein 30-jähriges Bestehen. Zu den Gratulanten gehörte unter anderem eine Reihe von amtierenden und ehemaligen Bürgermeistern. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubauer überbrachte Glückwünsche in einer Videobotschaft. Die Laudatio übernahm der in ihrem Haus für Gründungen zuständige Abteilungsleiter Velling.
„Ein GTC verkürzt für Gründer die Wege“
„Das GTC entstand 1996 in einer Zeit, in der Nordrhein-Westfalen mit der Gründungs-Offensive ,Go!’ das Thema stärker in den Mittelpunkt rückte und die verschiedenen Akteure der Gründungsförderung besser miteinander vernetzen wollte“, berichtete Velling. Ein Gründer sollte sich um seine Idee, Kunden, Produkte und die Finanzierung kümmern und nicht recherchieren müssen, wo er einen Besprechungsraum herbekommt. Er sollte Hilfe bekommen beim Businessplan und beim Knüpfen von Kontakten. Die Philosophie des GTC fasse diesen Ansatz schön zusammen: „Sie kümmern sich um Ihr Business – wir uns um den Rest.“ Darin liege Erfolgsgeheimnis eines Gründerzentrums, sagte Velling. „Denn es vermietet nicht einfach nur Quadratmeter. Es verkürzt Wege. Den Weg von einer Idee zu einem Geschäftsmodell, von einer Frage zum richtigen Ansprechpartner, von Gründer zum ersten Kunden und zur Finanzierung.“
Regierungsvizepräsident Christian Nettersheim nannte das GTC ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. „Das GTC war von Anfang an als Gemeinschaftsaufgabe angelegt, und dieser Gedanke der Zusammenarbeit prägt die Gründungsförderung in der Region bis heute.“ Im GTC arbeiteten die Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises, die Technische Universität, die Kammern und alle 13 Kommunen Oberbergischen Kreises zusammen. Nach dem Grußwort von Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit griff Geschäftsführerin Susanne Roll zum Mikrofon. Sie dankte den Unternehmensgründern für das entgegengebrachte Vertrauen: „Sie halten diesen Ort lebendig. Ohne sie wäre das GTC nur ein Gebäude. Mit ihnen ist es ein Zuhause für Ideen.“
