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Politischer Salon40 Frauen suchten in Gummersbach gemeinsam Wege für den Umgang mit Konflikten

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In einer Arbeitsgruppe tauschen sich sechs Teilnehmerinnen eines Workshop an einem Stehtisch untereinander aus.

In Arbeitsgruppen tauschten sich die Teilnehmerinnen im Workshop auch untereinander aus.

Am Freitag, 17. Juli, fand in Gummersbach der mittlerweile fünfte „Politische Salon“ für interessierte und engagierte Frauen statt.

Zum fünften Mal ist Karin aus Gummersbach mittlerweile dabei und hält dem „Politischen Salon“ somit von Beginn an die Treue. Und damit ist die 68-Jährige nicht allein. Auch andere Frauen haben die Workshops der Veranstaltungsreihe, die von den Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Gummersbach, Nina Sommer, und der Stadt Waldbröl, Carmen Muñoz-Berz, veranstaltet wird, schon mehrfach besucht. Die Termine finden abwechselnd in beiden Städten statt und richten sich insbesondere an politisch interessierte oder bereits aktive Frauen in Oberberg.

Am Freitagabend sind 40 Frauen in den Raum L&C in der Gummersbacher Halle 32 gekommen, um gemeinsam Wege zu finden, besser mit Konfliktsituationen umzugehen. Viele von ihnen sind bereits politisch engagiert, wie Galina und Jeanette aus Gummersbach, die der Partei Volt angehören. Die beiden jungen Frauen erhoffen sich, dass sie am Abend sinnvolle Strategien an die Hand bekommen, um in Konfliktsituationen souverän agieren zu können, sagen sie.

Politischer Salon: Wichtiger Austausch mit anderen Teilnehmerinnen

Ein ähnliches Ziel haben auch Jennifer aus Lindlar sowie Sarah und Ronja aus Wiehl, die sich alle bei den Grünen engagieren und im Rat oder Kreistag sitzen. Neben dem für sie so wichtigen Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen ist für die drei vor allem die Gleichstellung wichtig. „Wir sind heute für ein Thema hier, das uns allen wichtig ist und uns auch über Parteigrenzen hinaus zusammenbringt“, sagt Ronja und die anderen beiden Frauen stimmen ihr nickend zu. Dass am Freitagabend wirklich alle an einem Strang ziehen, ist schnell spürbar. Trotz des ernsten Themas ist die Stimmung gut und vertraut zwischen den Frauen aller Generationen.

Für diese Lockerheit im Saal sorgt vor allem Referentin Birte Kruse-Gobrecht. Der Juristin, Organisationsberaterin, Mediatorin und Mutter gelingt es schnell, einen Zugang zu den Frauen zu bekommen. Gemeinsam entwickeln sie Strategien für eine klare, sichere und schlagfertige Kommunikation. Als ehemalige hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Bargteheide und Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Stormarn (Schleswig-Holstein) bringt Kruse-Gobrecht Erfahrungen im Umgang mit Unternehmen, Kommunalverwaltungen, Organisationen und Verbänden mit.

Passend zum Workshop-Titel „Mund auf statt Kopf zu!“ lernen die Frauen, Konflikte souverän zu bewältigen, verbal angegriffen gelassen zu reagieren und störende Dinge rechtzeitig anzusprechen. Sie reflektieren zudem geschlechtsspezifische Kommunikationsherausforderungen und erhalten praktische Werkzeuge für schwierige Gespräche im Arbeitsalltag. Die theoretischen Impulse werden immer wieder durch praktische Übungen unterbrochen, in denen die Frauen in Gruppen auch selbst tätig werden und vor allem Erfahrungen miteinander teilen. Durch diese Kurzweiligkeit ziehen die Stunden überraschend schnell vorüber.

Neben viel weiblichem Empowerment zeigt der Abend am Ende aber auch eins: Frauen sind in der Politik noch längst nicht gleichberechtigt und viel zu wenig vertreten. Umso wichtiger sei es, dass es in diesem Bereich weibliche Vorbilder gebe, betont Referentin Birte Kruse-Gobrecht. „Wenn wir nicht Vorbilder werden, wer denn dann?“, fragt sie in die Runde und erhält ein geschlossenes Nicken als Antwort.