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A.S. CréationGummersbacher Tapetenhersteller begründet Verluste mit schwachem Konsum

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Die Zentrale von A.S. Création in Gummersbach.

Die Konzernumsätze von A.S. Création sind rückläufig im Vergleich zum Vorjahr.

Das Gummersbacher Tapetenhersteller A.S. Création meldet für das dritte Quartal schwächelnde Umsätze, gibt sich aber optimistisch.

Die Gummersbacher Firma A.S. Création Tapeten AG, Europas führender Tapetenhersteller, hat im dritten Quartal aufgrund des schwachen privaten Konsums weitere Umsatzrückgänge verbucht. Diese betrug 10,4 Prozent und fiel damit laut Unternehmensmitteilung stärker aus als in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres. Nach Einschätzung des Vorstands ist diese Entwicklung in erster Linie auf die schwache Konsumneigung der privaten Haushalte zurückzuführen. Kumuliert über die ersten neun Monate 2023 lagen die Konzernumsätze mit 93,9 Millionen Euro um 8,6 Millionen Euro bzw. 8,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 102,5 Millionen Euro.

Neben Tapeten bietet A.S. Création auch Farben

Unter dem Eindruck der deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgänge im Vorjahr hatte der Vorstand wie kürzlich ausführlich berichtet ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, um A.S. Création an die in Folge des Ukrainekriegs veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Diese Neuausrichtung habe zu verbesserten Kostenstrukturen und einem margenträchtigeren Sortimentsmix geführt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Und so bietet der Gummersbacher Tapetenhersteller inzwischen nicht nur Tapeten mit den unterschiedlichsten Motiven, sondern auch passende Wandfarbe an. Die Kunst sei es jetzt, dieses ganzheitliche Angebot zu vermarkten, hatte der Vorstand im Gespräch mit dieser Zeitung erst kürzlich erläutert. So gesehen wandelt sich A.S. Création momentan vom reinen Tapetenanbieter zum Anbieter für Wand- und Raumgestaltung.

Ein Minus von 1,2 Millionen in den ersten neun Monaten

Die erzielten Verbesserungen hätten allerdings nicht verhindern können, dass A.S. Création im dritten Quartal 2023 einen operativen Verlust verzeichnete. Dafür sei das Umsatzniveau in diesem Zeitraum zu niedrig gewesen. Aufgrund des Verlustes im dritten Quartal weist A.S. Création für die ersten neun Monate 2023 ein Minus in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus.

Dennoch habe sich die Ertragslage im Vergleich zu dem operativen Verlust in Höhe von -2,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum verbessert. Auch die Anfang 2023 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2023, die ein operatives Ergebnis zwischen minus 2 Millionen und plus 1 Million Euro vorsieht, ist aus Sicht des Vorstands noch erreichbar.

In diesem Zusammenhang weist das Unternehmen darauf hin, dass A.S. Création nicht verschuldet sei, sondern per 30. September 2023 eine Netto-Anlageposition in Höhe von 5,0 Millionen Euro aufweise. In Verbindung mit einer hohen Eigenkapitalquote von 68 Prozent verfügt A.S. Création damit über eine solide Finanzstruktur, welche die Basis bildet, um die eingeleitete Neuausrichtung und Modernisierung von A.S. Création konsequent fortzusetzen.