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„Anschlag“Zelt eines Obdachlosen in Gummersbach-Dieringhausen offenbar angezündet - niemand verletzt

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Auch an der Aggerhalle ist ein Schlafplatz, der von einem Obdachlosen genutzt wird. 

Im Gummersbacher Ortsteil Dieringhausen ist man entsetzt, weil offenbar das Zelt eines Obdachlosen angezündet wurde. 

Entsetzen in Dieringhausen: Dort haben Unbekannte offenbar das Zelt eines Obdachlosen angezündet, in dem er in der wettergeschützten Eisenbahnunterführung in der Merhardtstraße Unterschlupf gesucht hatte. Polizeisprecher Marc Leporin sagte dieser Zeitung, dass es am 5. April für diesen Bereich drei Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung gegeben habe. Den Verdacht aus der Dieringhauser Bevölkerung konnte er zwar nicht unmittelbar bestätigen, dennoch wollte er einen Zusammenhang nicht ausschließen. Und er konnte berichten, dass niemand zu Schaden gekommen sei.

Ein Anwohner sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem „Anschlag“. Spaziergänger aus Dieringhausen beobachteten weiter, dass unweit der Unterführung ein weiteres Nachtlager eines Menschen ohne Obdach gewesen sei. Dort habe man aber nur noch Bettfedern gesehen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass auch dieser Schlafplatz mutwillig zerstört wurde.

Erst vor wenigen Wochen hatte sich Gummersbachs Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit im Rahmen des Bürgerforums „Verwaltungsvorstand vor Ort“ während eines Rundgangs auch über die Situation obdachloser Menschen ein Bild gemacht. Einen Mann, der im Bereich der Aggerhalle sein Nachtlager hatte, bot er an, gerade bei den kalten Außentemperaturen in eine der städtischen Notunterkünfte zu gehen, was dieser aber dankend ablehnte. Vor dem Hintergrund der aktuellen Beobachtungen wiederholte der Erste und Technische Beigeordnete Jürgen Hefner dieses Angebot noch einmal.