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Bronzehelm gestohlenDas Ehrenmal im Gummersbacher Kerberg soll durch neue Gedenkstätte ersetzt werden

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So könnte das neue Ehrenmal auf dem alten Friedhof aussehen. 

Das alte Gummersbacher Kriegerdenkmal wird nicht mehr saniert.

Die Entscheidung kommt nicht überraschend. Das seit Jahren baufällige Kriegerdenkmal im Gummersbacher Kerberg soll nicht mehr grundhaft saniert, sondern als Gedenkstätte aufgegeben werden. Stattdessen sollen die einzelnen Bauteile verkehrssicher ertüchtigt und dauerhaft der Natur überlassen werden. Die Verwaltung soll ein Konzept für die Verlagerung der Gedenktafeln des Kriegerdenkmals vom jetzigen Standort auf dem Kerberg auf den alten Friedhof in Gummersbach erarbeiten. Diesen einstimmigen Beschluss hat am Mittwochabend der Ausschuss für Stadtentwicklung gefasst. Eine Diskussion über die Vorlage in öffentlicher Ausschusssitzung gab es nicht mehr.

Keine Diskussion im Ausschuss

Die Ausschussmitglieder hatten sich bereits im Juni wie berichtet bei einem Ortstermin einen Eindruck von der von einem Bauzaun umgebenen Anlage im Kerberg gemacht und sich danach auf dem alten Friedhof ein Bild von den Möglichkeiten dort für eine Gedenkstätte gemacht. Für Empörung sorgte am Mittwoch im Ausschuss der Hinweis des Ersten und Technischen Beigeordneten Jürgen Hefner, nach dem abermals Vandalen am Kriegerdenkmal im Kerberg ihr Unwesen getrieben haben. Dabei wurden ein Soldatenhelm und Zahlen aus Bronze gestohlen.

Unbekannte haben diesen Bronzehelm gestohlen.

Die Kosten für eine grundhafte Sanierung des alten Kriegerdenkmals gibt die Verwaltung mit 800.000 Euro an. Die neue Gedenkstätte, so hatte Hefner im Juni gesagt, würde „grob geschätzt“ 100.000 Euro kosten. Die vom Kerberg bekannten Text- und Namenstafeln will die Stadt für den neuen Standort in wertiger Form und zugleich diebstahls- und vandalismussicher neu herstellen lassen.

Im Andenken an die Kriege 1864, 1866 und 1870 wurde auf Initiative des Kriegervereins im Jahr 1880 über dem Stadtzentrum auf dem Kerberg für alle sichtbar ein relativ großer Turm als Kriegerdenkmal errichtet. Die Einweihung am 21. August 1880 beging die städtische Gesellschaft in großem Rahmen.