Derschlag – „Das Brot des Lebens“ als Motto der Feierlichkeiten zum 140-jährigen Bestehen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Gummersbach-Derschlag zog sich am Wochenende wie ein roter Faden durch die Veranstaltungen. Ob Backkurs, eine beeindruckende Fotoausstellung des Berliners Joerg Lehmann oder eine Podiumsdiskussion: Das Brot des Lebens war allgegenwärtig.

Joerg Lehmann zeigte großformatige Bilder zum Thema Brot des Lebens.
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Im Internet stieß Edeltraud Ley vom Derschlager Gemeinderat im Vorfeld des Jubiläums auf den Berliner Fotografen Joerg Lehmann. Der hatte sich für ein Buchprojekt auf eine viermonatige Reise zu den besten Bäckern der Welt begeben, wie Matthias Grenda berichtet. Gemeinsam mit Lehmann schuf dieser die Plattform „Ich bin das Brot“, die sich dem Thema Brot und Backen bildlich und textlich nähert. Die zunächst geplante Wanderausstellung musste coronabedingt verschoben werden. Nach München und Münster waren die teils großformatigen und sehenswerten Arbeiten nun auch im Derschlager Gemeindehaus zu sehen. Ihnen gehe es darum, in den Dialog mit dem Menschen einzusteigen und die Geschichte des Brotes deutlich werden zu lassen, sagte Grenda im Gespräch mit dieser Zeitung.
Brot zum anfassen
Um Brot zum anfassen und essen ging es beim Workshop mit dem prämierten Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz. Unter seiner fachkundigen Anleitung wurde selbst Hand angelegt. Dass die Veranstaltung mehr Interessenten als Plätze gehabt habe, berichteten die Gemeindeleiter Thomas Brück und Matthias Hornischer. Plentz stand den Teilnehmenden unterhaltsam Rede und Antwort. Der Gast aus Oberkrämer in Brandenburg gab auch Einblicke in seine Rezepturen.
Und er berichtete, welchen Stellenwert ein guter Sauerteig für einen Bäckereibetrieb habe. Damit dieser nicht immer neu angesetzt werden müsse, nehme man immer für den nächsten Tag das beste Stück aus dem vorhandenen Teig, quasi als Starterkultur. Natürlich wurden die fertigen Ergebnisse auch verkostet. Und für die gab es durchgehend beste Noten.
Talkrunde
Das „Brot des Lebens“ war dann auch Thema einer Talkrunde mit Bäckermeister und Buchautor Karl-Dietmar Plentz, dem oberbergischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Brodesser, dem Leiter der Bergneustädter Tafel und langjährigen Pastor der Gemeinde, Dr. Horst Afflerbach.
Brück und Hornischer sowie Pastor Dr. Peter von Knorre berichteten von Gesprächen mit Afflerbach, dass er ihnen eine sich immer weiter zuspitzende Situation bei der Tafel geschildert habe. Das Brot des Lebens bekomme in diesem Zusammenhang eine weitere Bedeutung, wie die drei fanden.
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Edeltraud Ley sagte, dass sich die Vertreter der Derschlager Kirchengemeinden beim Jubiläum des Heimatvereins erst kürzlich getroffen und vereinbart hätten, mehr zusammen zu arbeiten. So auch dabei, dass man Menschen bei Bedarf ein warmes Wohnzimmer bieten wolle.


