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DHB-PokalVfL Gummersbach startet nach Donnerwetter in Dessau

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Gudjon Valur Sigurdsson spricht mit Miro Schluroff.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson ist nicht zufrieden mit der Chancenverwertung aus den vergangenen beiden Spielen.

In der zweiten  Runde um den DHB-Pokal tritt der VfL Gummersbach beim Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV an.

Dass es in VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson auch noch einen Tag nach dem Spiel gegen Wetzlar kocht, ist ihm deutlich anzumerken. Zwar hatte seine Mannschaft mit 36:33 (20:15) gewonnen, doch 20 Minuten vor Schluss bei   einer 29:20-Führung sei sein Team aufgetreten, als wenn es das Handballspielen verlernt habe, hatte Sigurdsson schon nach der Partie gesagt. Unrühmlicher Höhepunkt war, als sich Miro Schluroff und Nikola Roganovic beim Angriff umliefen.

30 Fehlwürfe frei von sechs Metern hat der Gummersbacher Trainer in den vergangenen beiden Spielen gegen die Füchse Berlin und die HSG Wetzlar gezählt. Etwas, was ihn an der Qualität seiner Handballer zweifeln lasse, so Sigurdsson. Dabei hatten die Gummersbacher souverän in Wetzlar begonnen und sich den Vorsprung herausgespielt.

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nennt Dessau eine vernünftige und gute Zweitliga-Mannschaft

Ob am heutigen Mittwoch der Zweitligist Dessau-Roßlauer HV   unter der Standpauke des VfL-Trainers leiden muss, wird sich zeigen. Mit solch einer Leistung in den letzten 20 Minuten des Spiels gegen Wetzlar habe man auf jeden Fall keine Chance, so Sigurdsson.

Bereits am Dienstag sind die VfL-Handballer   nach Dessau aufgebrochen, wo am heutigen Mittwoch, 19 Uhr, in der Anhalt-Arena das Spiel der zweiten Runde um den DHB-Pokal angepfiffen wird. Während die Gummersbacher als Tabellenvierte der vergangenen Saison erst in dieser Runde in den Wettbewerb starten, hat sich der Dessau-Roßlauer HV durch einen 32:28-Sieg gegen den Liga-Konkurrenten ASV Hamm-Westfalen qualifiziert.

Dessau bezeichnet der VfL-Trainer als vernünftige und gute Zweitliga-Mannschaft. In der Vorbereitung hatten die Dessauer nur knapp in letzter Minute mit 33:34 gegen Wybrzeze Danzig verloren. Danzig ist am kommenden Dienstag in der Schwalbe-Arena der erste Gegner des VfL in der Europa League.

Wir wollen in die nächste Runde einziehen und dafür geben wir alles
Lukas Blohme, Außenspieler des VfL Gummersbach

Dessau ist im Moment aber von einer Verletztenmisere geplagt, wie es auf der Internetseite des Zweitligisten heißt. Trainer Vanja Radic fehlen sechs Spieler. Wie angespannt die personelle Situation ist, hatte sich im vergangenen Ligaspiel gezeigt, als Dessau beim TuS Ferndorf   nur zehn Feldspieler zur Verfügung standen.

Trotz der aktuellen Situation wolle der DRHV die Herausforderung annehmen, sich mit einer der besten Mannschaften der Bundesliga zu messen und sich vor heimischem Publikum bestmöglich zu präsentieren. „Mehr Motivation braucht man eigentlich nicht. Gegen die Besten zu spielen, ist für jeden Handballer etwas Besonderes“, sagt Trainer Radic.

„Wir freuen uns, endlich wieder im Pokal spielen zu dürfen, egal, gegen welchen Gegner es geht“, sagt VfL-Außenspieler Lukas Blohme. „Wir wollen in die nächste Runde einziehen und dafür geben wir alles.“   Es ist der Beginn der Qualifikation für das Final Four, das in der Kölner Lanxess-Arena ausgetragen wird.

Beim VfL Gummersbach fehlen weiterhin Tom Kiesler und Teitur Einarsson. Ob Mathis Häseler nach seiner Fußverletzung weitere Einsatzzeiten bekommt, ist offen.