Ein 39-Jähriger steht vor Gericht: Bei der Durchsuchung seines Zimmers in der Unterkunft wurden Betäubungsmittel gefunden.
Prozess in Gummersbach Drogenhandel vor der Notunterkunft in Dieringhausen?

In der Verhandlung geht es um Kokain, Heroin und Amphetamine.
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Es geht um Kokain, Heroin und Amphetamine: Weil ein 39-jähriger Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Dieringhausen von Januar bis April dieses Jahres vor dem Gebäude mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen unerlaubt Handel getrieben haben soll, um sich selbst seinen Drogenkonsum finanzieren zu können, musste sich der Mann nun vor dem Schöffengericht in Gummersbach verantworten.
Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft
Bei einer Durchsuchung seines Zimmers in der Unterkunft wurden zudem verschreibungspflichtige Medikamente und diverse nicht seiner Person zuzuordnende Personalausweise gefunden. Durch seinen Anwalt ließ der Anklagte, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, erklären, dass die gefundenen Betäubungsmittel und Medikamente zwar ihm gehören würden, er diese aber nicht verkauft habe. „Wie haben sie sich denn dann ihren Drogenkonsum finanziert?“, wollte der Vorsitzende Richter Ulrich Neef von dem Angeklagten wissen.
Früher habe der Angeklagte gestohlen, doch zuletzt habe er dafür Ersparnisse verwendet und seine Freundin habe ihm geholfen. Zudem gab er an, erst seit Februar in der Unterkunft gewohnt zu haben.
Der Zeitpunkt des Einzugs müsse nun zunächst geklärt werden, entschied das Schöffengericht. Für den neuen Verhandlungstermin sollen zudem diverse Zeugen, darunter Polizeibeamte, geladen werden.

