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Fragen und AntwortenZwei Windräder für den Unnenberg

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Das Areal unterhalb des Unnenbergturmes in Richtung der Ortschaften Frömmersbach/Unnenberg soll Standort der beiden Anlagen werden.

Der Energieparkentwickler UKA West plant Energiepark auf Gummersbacher Stadtgebiet. 

 Die Spitze des Unnenbergturms ist der höchste Punkt im Oberbergischen. Das könnte sich schon bald ändern, denn südlich des Turmes zwischen Unnenberg, Frömmersbach und Obernhagen plant der Energieparkentwickler UKA West einen Windpark mit zwei Anlagen. Das hatte kürzlich der Erste und Technische Beigeordnete Jürgen Hefner beim Bürgerforum in Lieberhausen berichtet.

Welche Leistung haben die Anlagen?

 Das Unternehmen teilt auf Nachfrage mit, dass die beiden Windräder bilanziell über 11.000 Haushalte mit kostengünstiger und sicher verfügbarer Energie versorgen sollen. Geplant sind zwei moderne Windenergieanlagen auf forstwirtschaftlich genutzten Kalamitätsflächen südlich des Unnenbergturms und östlich der Talbeckestraße. „Damit werden bereits geschädigte Waldflächen für die Energiewende genutzt und zusätzliche Eingriffe in intakte Bestände weitgehend vermieden“, so das Unternehmen.

Wie weit sind die Planungen gekommen?

 Aufseiten von UKA West sind die Planungen bereits weit voran gekommen. Laut Auskunft des Energieparkentwicklers befindet sich das Vorhabengebiet in einem sogenannten Windvorranggebiet des sachlichen Teilplans Erneuerbare Energie Köln. Mit der dort verbindlich festgelegten Konzentrationsfläche bestehe seit dem 19. Dezember 2025 das erforderliche Planungsrecht für die Nutzung der Windenergie an diesem Standort.

Wann werden die Anträge gestellt?

Der Genehmigungsantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz soll voraussichtlich Ende des Jahres bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Natur- und artenschutzrechtliche Belange sind laut UKK bereits im Zuge der Aufstellung des Regionalplans geprüft worden und würden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens durch vertiefende Gutachten weiter konkretisiert.

Wie sieht es mit den Abständen zur Wohnbebauung aus?

Die gesetzlichen Mindestabstände zur Wohnbebauung werden laut UKA „deutlich eingehalten“. Der Abstand zur Ortschaft Lantenbach beträgt etwa 1200 Meter, zu Unnenberg rund 700 Meter und zu Frömmersbach etwa 1000 Meter.

Wie hoch werden die beiden Anlagen?

Unternehmenssprecher Severin Semm-Senge beziffert die Nabenhöhe auf 179 Meter, die der Spitze der Rotorblätter auf 265 Meter.

Welchen Ertrag bringen die beiden Anlagen?

 Um die Ertragsprognose auf eine belastbare Datenbasis zu stellen, hat UKA West in dieser Woche eine zwölfmonatige Windmessung gestartet. Hierfür wurde ein sogenanntes „LiDAR-Gerät“ (Light Detection and Ranging) aufgestellt, das berührungslos Windgeschwindigkeiten und Windrichtung in verschiedenen Höhen erfasst und so wichtige Grundlagen für die technische Auslegung des Projekts liefert.

Wann werden die Bürger informiert?

Um die Öffentlichkeit frühzeitig und umfassend einzubinden, plant UKA West in Abstimmung mit der Stadt Gummersbach Ende des Jahres oder Anfang des kommenden Jahres einen Infomarkt zum Windpark Unnenberg. Bei dieser Veranstaltung mit Messecharakter erhalten alle Interessierten an verschiedenen Informationsständen die Möglichkeit, mehr über das Projekt zu erfahren und direkt mit den Projektverantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Vorgesehen sind unter anderem Informationen zu den Planungen, zu Natur- und Artenschutzfragen sowie zu den Beteiligungsmöglichkeiten für die Kommune und die Region. Zeitpunkt und Veranstaltungsort werden rechtzeitig vorab bekanntgegeben. „Der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist für uns ein zentraler Baustein in der Projektentwicklung“, so Projektleiterin Melanie Jaschinski. „Mit dem Infomarkt wollen wir Fragen offen beantworten, Fakten transparent machen und Hinweise aus der Bürgerschaft frühzeitig aufnehmen.“