Seit Jahrzehnten hat sich Ina Albowitz-Freytag für die Gesellschaft eingesetzt und ist jetzt dafür geehrt worden.
Für Kinder und GesundheitBundesverdienstkreuz an Ina Albowitz-Freytag in Gummersbach verliehen

Ina Albowitz-Freytag (2.v.r.) mit Landrat Klaus Grootens (l.) und ihrer Familie nach der Ordensverleihung im Krankenhaus.
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Oberbergs Landrat Klaus Grootens hat am Freitag in den Räumen des Kreiskrankenhauses Gummersbach die FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundestagsabgeordnete Ina Albowitz-Freytag (83) mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Durch ihr jahrzehntelanges Engagement in der Politik und im sozialen Bereich habe sich Albowitz-Freytag auszeichnungswürdige Verdienste erworben, zitierte der Landrat die Ordensbegründung.
Viele Menschen kennen Ina Albowitz-Freytag vor allem durch ihr 1975 begonnenes Engagement in der FDP. Angefangen als einfaches Ratsmitglied in Gummersbach bis hin zur Bundestagsabgeordneten. Von 1990 bis 1998 und von 2000 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Als Abgeordnete war sie sowohl Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages als auch im Ältestenrat. In diesem Zusammenhang habe sie eine mitentscheidende Rolle bei den Bemühungen des Ältestenrates zur Lösung des Streites über die Dachgestaltung des umzubauenden Reichstagsgebäudes gespielt, heißt es in der Ordensbegründung. Auf lokaler und regionaler Ebene war die Geehrte Kreisvorsitzende ihrer Partei, Vize-Bürgermeisterin in Gummersbach und Vizelandrätin. Ihr Engagement auf Kreisebene im Personalausschuss, im Finanzausschuss, im Polizeibeirat, im Ausschuss für Gesundheit und Notfallvorsorge sowie im Aufsichtsrat der Klinikum Oberberg GmbH wird ausdrücklich erwähnt. Für ihren steten Einsatz im Zusammenhang mit der FDP wurde Albowitz-Freytag im Jahr 2002 zur Ehrenvorsitzenden des FDP-Kreisverbands Oberberg ernannt.
Für den Erhalt der Theodor-Heuss-Akademie eingesetzt
Erst im vergangenen Jahr hatte sie sich darum bemüht, die Schließung der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach abzuwenden; das aber vergeblich. Weite Teile ihres Engagements haben indes nicht in der großen Öffentlichkeit stattgefunden. So hat sich Albowitz-Freytag im Aufsichtsrat der Klinikum Oberberg GmbH und als Vorsitzende der Trägergesellschaft der Kinder- und Jugendmedizinischen Klinik für die gute und sichere Gesundheitsversorgung der Menschen im Oberbergischen Kreis eingesetzt. Zu den Ergebnissen dieser Arbeit gehört nicht zuletzt, dass Klinikum und Stadt Gummersbach seit dem Jahr 2021 über eine gemeinsame Großtagespflegestelle in den Räumen des Kreiskrankenhauses verfügen. Außerdem gelang es ihr mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand, zahlreiche dauerhafte Sponsoren für die Kinderklinik und das Mutter-Kind-Zentrum zu gewinnen. Durch ihren Einsatz haben sich die Unterstützungsgelder in den sechsstelligen Bereich entwickelt, so dass z. B. ein moderner Transportinkubator, neue Säuglingsbetten für die Wöchnerinnenstation und ein neues Ultraschallgerät für die Kinderstation angeschafft werden konnten. Seit 2018 ist Albowitz-Freytag zudem Vorsitzende des Fördervereins des Mutter-Kind-Zentrums am Kreiskrankenhaus Gummersbach.
Eingangs hatten der FDP-Kreisvorsitzender Dominik Trautmann und Klinikum-Geschäftsführer Sascha Klein die Gäste begrüßt, ehe Grootens die eigentliche Ehrung vornahm. In seinem Grußwort betonte der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Roland Adelmann, dass die Geehrte immer da sei, wenn Hilfe gebraucht werde. Für die FDP, die den Antrag, Albowitz-Freytag zu ehren, imitiert hatte, sagte deren Fraktionschef im Kreistag, Reinhold Müller, dass „eiserne Disziplin“ stets die Maxime der Geehrten gewesen sei. Ihr Lebensleistung spreche für die Liebe zu den Menschen. Albowitz-Freytag sagte schließlich, dass es ihr immer Spaß gemacht habe, sich zu engagieren. Und das nicht immer zur Freude der anderen. Sie verriet auch, dass sie das kleine Bundesverdienstkreuz vor Jahren abgelehnt habe, weil damit ihre Arbeit im Bundestag gewürdigt werden sollte. Dafür habe sie ja gutes Geld bekommen. Jetzt sei die Situation eine andere gewesen.
