Vereinsvorsitzender Markus Brand sieht den Umzug des Fests in die Innenstadt durch die erneut große Resonanz bestätigt. Am Montag ist Vogelschießen.
BrauchtumGummersbach hat Lust aufs Schützenfest

Jürgen Brensing führte den langen Umzug der Schützen an.
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Gummersbach hat Lust, Schützenfest zu feiern. Anders kann man die bisherige Resonanz auf das Fest nicht deuten. Beim Antreten der Schützen am Samstagabend auf dem Lindenplatz zählte Vorsitzender Markus Brand 531 Köpfe. „Bei rund 1100 Mitgliedern heißt das, dass jeder zweite Schütze heute Abend gekommen ist. Ich erinnere mich nur an eine noch höhere Beteiligung“, sagte der Vorsitzende erfreut.
Groß war schon am Freitag der Andrang auf dem Festplatz vor dem Kino und auf der Wiese des Stadtgartens gewesen. Das Wetter machte den Akteuren allerdings einen Strich durch die Rechnung, als es unwetterartig anfing zu regnen und das Open-Air-Konzert der Band „Frontal“ beendet werden musste. Traditionell wurde auf der Suche nach einem Verantwortlichen für das Wettermalheur König Sören aus dem Hause Blaue identifiziert. Zusammen mit seiner Frau Nina genoss er dennoch sein großes Fest. Und spätestens am Samstag, als die Gewitterwolken sich wieder verzogen hatten, war das Donnergrollen vom Vorabend längst vergessen.
Gummersbacher Jugend soll kommen
Vorsitzender Markus Brand nutzte seine Rede beim Kommers in der Halle 32 dazu, noch einmal den Umzug des Festes vom Steinberg aufs Steinmüllergelände zu thematisieren. Vor einem Jahr habe man sich gefragt, ob die Entscheidung akzeptiert wird. Heute könne man sagen, dass die neue Location dem Fest endlich den Charakter verliehen hat, den alle vermisst haben, nämlich den eines Volksfests. Brand versicherte, dass sich der Vorstand stets der Kritik stellt und Neues probieren wird. Dazu gehörte in diesem Jahr der Schützen-„Raveout“ im Restaurant 32 Süd mit der DJane Royal Lama. Ziel des Vereins sei, den Fokus auf die Jugend zu richten und sie an den Verein heranzuführen.

Sören und Nina Blaue wurden als amtierendes Königspaar bejubelt.
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Wenig Verständnis hat Brand dafür, dass die Festmeile auf dem Steinmüllergelände auf Grund einer Vielzahl von Sicherheitsvorschriften einer Festung gleiche. Und zudem der Verein mit seinen Ehrenamtlichen außerhalb der Stadt beim Marschieren inzwischen selbst dafür sorgen müsse, dass die Straßen gesperrt werden – „um Terroristen daran hindern, in die Menschenmengen zu rasen“.
Bei rund 1100 Mitgliedern heißt das, dass jeder zweite Schütze heute Abend gekommen ist.
Eingangs hatte der Vorsitzende in der Halle 32 Bürgermeister Raoul Halding-Hoppenheit und Landrat Klaus Grootens sowie die Schützenvereine aus Müllenbach und Derschlag begrüßt. Erstmals seit der Rückkehr des Gummersbacher Vereins in den Oberbergischen Schützenbund im März diesen Jahres hatte dieser auch eine Delegation entsandt. Beim Kommers ausgezeichnet wurden Susanne Jaeger (Damenpokal) Dirk Schnegelberger (Hof-Pokal), Tim Mertel (Frank-Helmenstein-Pokal) Max Lühr (Jungschützenkette) und Erdal Cams (Meisterkette).
Nachdem Markus Brand bei der Jahreshauptversammlung bekannt gegeben hatte, dass der geschäftsführende Vorstand im kommenden Jahr nicht mehr zur Wahl steht, stellte er auf Nachfrage dieser Zeitung am Samstag klar, dass er das Schützenfest 2027 als Schlusspunkt sieht und erst danach die Geschäfte an einen neuen Vorsitzenden übergeben will. Die Zeit zwischen Jahreshauptversammlung und Schützenfest sei sonst viel zu kurz, um sich einzufinden.
Am Montag geht das Schützenfest weiter. Nach Königsfrühstück und Frühschoppen wird ab 15.45 Uhr im Stadtgarten auf den Königsvogel angelegt.
