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GummersbachSelbsthilfegruppe bereichert die elf Teilnehmerinnen

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Unter der Leitung von Barbara Dernbach treffen sich elf Damen zwischen 60 und 80 Jahren, die früher immer mitten im Leben standen. Sie besprechen Probleme und erleben gemeinsam Geselligkeit und Kultur.

Gummersbach – Mit Veränderungen umzugehen, ist manchmal nicht einfach. Was tun, wenn der Partner verstirbt, wenn man alleine lebt und in den Ruhestand geht, nach einer Trennung? Wer lindert dann die Einsamkeit? Wer ist da, um Erfahrungen auszutauschen, neue Interessen zu wecken?

In der von Barbara Dernbach geleiteten Selbsthilfegruppe „Mein Leben hat sich verändert“ erhalten Frauen in der zweiten Lebenshälfte auf genau diese Fragen Antworten. Die Gummersbacherin engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich und nahm vor rund zwei Jahren Kontakt mit dem Team des Hauses für Selbsthilfe auf.

In Absprache mit Heike Trapphoff entstand daraufhin die Gruppe, die sich in der Zeit vor der Corona-Pandemie alle zwei Wochen donnerstags im Altenzentrum Residenz Ambiente in der Kreisstadt traf. Aktuell sind die Treffen ausgesetzt. Der Kontakt besteht derzeit nur telefonisch.

Jedes Treffen wird intensiv vorbereitet

„Die Gruppe besteht aus elf Damen im Alter von 60 bis 80, die immer mitten im Leben standen, aber alle ganz unterschiedlich sind. Das ist spannend und passt perfekt. Es ist ein gutes Miteinander“, sagt Barbara Dernbach, die jedes der zweistündigen Treffen – wenn sie denn stattfinden können – intensiv vorbereitet. „Ich möchte eine gute Atmosphäre schaffen, so dass zum Schluss alle bereichert nach Hause gehen.“

Sie ist überzeugt, dass jeder Tag Veränderungen mit sich bringt: „Wenn wir bereit sind, diese Herausforderung, ob nun groß oder klein, anzunehmen, dann ist das schon ein großer Schritt.“ Alle Teilnehmerinnen der Gruppe verbindet der Wunsch, etwas für sich selbst zu tun, sich im geschützten Rahmen ihrer Runde über Dinge wie etwa Yoga oder alternative Heilmethoden auszutauschen, etwas Positives für sich mitzunehmen, Probleme lösungsorientiert zu diskutieren. Ein wertschätzender Umgang miteinander sei dabei ebenso selbstverständlich wie das Einhalten der Schweigepflicht, betont die Leiterin der Gruppe.

Geselligkeit und Kultur erleben

Gewünscht ist, dass die Frauen sich mit ihren Ideen einbringen und offen sind, für die Anregungen der anderen. Dabei geht es um das Erleben von Geselligkeit und Kultur, darum, die Gesundheit zu erhalten. Die Damen haben gemeinsam Ausstellungen besucht, sie waren im Kino, im Konzert und im Botanischen Garten in Köln.

Barbara Dernbach hat die Zielsetzung in der Beschreibung der Gruppe so formuliert: „Jede einzelne Teilnehmerin in der Gruppe, die Kontakt sucht, bringt die Bereitschaft mit, aktiv miteinander etwas zu unternehmen, so dass wir uns besser kennenlernen können. Jedes neue oder andere Tun bewirkt positive Veränderungen in Körper, Geist und Seele.“

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Und das funktioniert in dieser Selbsthilfegruppe derart gut, dass längst schon vertrauensvolle Freundschaften entstanden sind und die Liste der Vorschläge für Aktivitäten sehr umfangreich ist. Informationen zum alternativen Wohnen im Alter, ein Besuch im Wiehler Kräuterhaus und der Entspannungstag mit Klangmassage stehen ebenso auf der Liste wie eine Schiffstour auf der Biggetalsperre.

Hat eine der Damen keine Zeit für ein Treffen oder ist erkrankt, meldet sie sich bei Barbara Dernbach telefonisch ab. Das stellt sicher, dass der Kontakt nicht abreißt, Einsamkeit gar nicht erst aufkommt und niemand aus dem Blick gerät. Trotzdem: Auf die Zeit, in der wieder persönliche Treffen möglich sind, freuen sich die elf Damen und ihre Gruppenleiterin schon jetzt sehr.