Gummersbach – Für Handball-Torhüter Kai Rottschäfer (38) hat die Rückkehr ins Oberbergische schon fast romantischen Charakter, wie er mit einem Augenzwinkern sagt. Nach 16 Jahren beim TuS Ferndorf wird er beim Nordrheinligisten HC Gelpe/Strombach spielen, wenn alles gut geht schon am Samstag, 19 Uhr, im Heimspiel gegen die SG Langenfeld.
Für ihn wird Moritz Banaschewitz in die zweite Mannschaft wechseln. „Wir hatten eigentlich keinen Handlungsbedarf auf der Torhüterposition“, sagt HC-Trainer Markus Murfuni. Marvin Blech verdient sich im Moment Bestnoten und dahinter stehen Banaschewitz und der junge Johannes Witscher. Da Banaschwitz im kommenden Jahr für seinen Master Gummersbach verlassen möchte, hatte er zugestimmt in die zweite Mannschaft, die in der Verbandsliga spielt, zu wechseln. „Es geht ein großer Dank an ihn“, erklärt Murfuni.
Blut geleckt
Er habe in der vergangenen Saison noch mal Blut geleckt, erzählt Kai Rottschäfer, der beim damaligen Zweitligisten Ferndorf eigentlich am Ende der Saison 2028/19 in den Ruhestand gegangen war. Doch in der vergangenen Saison fielen beide Torhüter aus und Rottschäfer, der im Hauptberuf Lehrer ist, sprang ab Oktober 2021 ein. Mit dem Saisonende verabschiedete sich der gebürtige Niederseßmarer erneut aus dem Kader der ersten Mannschaft, die in die Dritte Liga abgestiegen war. In der ganzen Zeit hatte der 38-Jährige aber Kontakt zu seinem ehemaligen Handballkollegen Tim Hilger, der beim HC spielt.
Wurde zunächst unverbindlich gesprochen, wurde es mit der Zeit konkreter und am vergangenen Dienstag war Rottschäfer zum ersten Mal beim Training. „Der HC Gelpe/Strombach ist ein cooles Projekt auf das ich Lust habe“, sagt er nach den Gesprächen mit Gerry Müller und Trainer Markus Murfuni, der auch noch sein Großcousin ist. Nach dem TV Niederseßmar, bei dem er angefangen hat, dem TV Rodt-Müllenbach und dem TuS Ferndorf ist der HC nun die vierte Station für Kai Rottschäfer. Dem TuS Ferndorf wird er trotzdem verbunden bleiben, nicht nur weil beide Söhne dort bei den Minis spielen.
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„Unser Torwarttrio ist damit eins der stärksten der Liga“, erklärt Murfuni und geht von einem gesunden Konkurrenzkampf zwischen den Dreien aus. Mit Langenfeld erwartet seine Mannschaft am Samstag einen „positiv aggressiven, robusten und aktiven Gegner“, beschreibt der HC-Trainer. Seine Mannschaft müsse verhindern, das der Spielfluss unterbrochen werde, sagt er und hofft auf einen guten Start ins Spiel. Fehlen wird der verletzte Lukas Bader.

