Gleich vier AufführungenDie Ballettschule „In E-Motion“ tanzte in Gummersbach um die Welt

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Mehrere Balletttänzerinnen tanzen auf der Bühne. Sie heben eine Tänzerin in ihrer Mitte hoch.

In Amerika präsentierten sich die Balletttänzerinnen in den chilenischen Anden als „Der Geysir“.

Die Ballettschule „In E-Motion“ nahm das Publikum in der Gummersbacher Halle 32 mit auf die Suche nach dem schönsten Ort auf der Welt.

Um die schönsten Orte der Welt zu sehen, muss man kein Weltenbummler sein. Das zeigte die Gummersbacher Ballettschule In-Emotion mit ihrer Aufführung „Wir tanzen um die Welt“, die das Publikum am Wochenende in der Halle 32 insgesamt viermal auf eine kurzweilige Weltreise mitnahm.

Neben dem klassischen Ballett wurden   Tanzstile wie Hip-Hop, Videoclip, Modern Dance und Jazz Dance gezeigt. Darüber hinaus orientiert sich die Ballettschule an der Royal Academy of Dance, dem englischen Ballett. Im Gegensatz zum russischen Ballett liegt der Fokus dabei auf den Kindern. Ihnen soll das Tanzen in fünf verschiedenen Leistungsstufen (Grade) näher gebracht werden. Das russische Ballett konzentriert sich dagegen mehr auf die Ausbildung von Profitänzern.

Die Reise der Ballettaufführung in Gummersbach startet in Japan

Erzähler David Schmid führte durch die Geschichte, die von einem kleinen Jungen handelte, der von seinem gerne reisenden Opa wissen wollte, wo es auf der Welt am schönsten sei. Die Geschichte führte das Publikum zunächst in das Land der aufgehenden Sonne: nach Japan. Dort besuchten die Tänzerinnen das Kirschblütenfest. Dabei wurde der große Vulkan „Fuji“ zum Lied „Heart of Courage“ von Thomas Bergersen erklommen. In Australien hüpfte Sophie Krischik mit Beutel am Bauch als elegantes Känguru über die Bühne.

Die Reise führte weiter nach Amerika, wo sich die Balletttänzerinnen der Grade vier und fünf mit langen Tüchern als „Der Geysir“ präsentierten und die Tänzerinnen des Grades eins als mit Federn geschmückte Flamingos auftraten. Zu HipHop-Musik erkundeten die Reisenden mit Rucksack auf dem Rücken New York. In ihren dunkelroten Ballettkostümen zeigten die Tänzerinnen des dritten und vierten Grades das New York City-Ballett. Die größte Wüste der Welt, die Sahara, überquerten die Kleinsten als Zugvögel auf dem Weg nach Europa.

Schlichte, aber sehr detailgetreue Bühnenkostüme

Im Süden Italiens wurde es mit dem Tarantella und dem ungarischen Volksfest in Budapest traditionell. Die Tänzerinnen trugen klassisches Gewand und tanzten zu traditioneller Musik. Ein Highlight war der Ausflug zum Buckingham Palace in London. Mit ihren großen schwarzen Mützen präsentierten Hanna Müllenschläder, Leonie Rosenbach, Sina Medyouni und Lynn Becker die „Queen’s Guards“. Von ihren Zuschauern verabschiedete sich die Ballettschule unter tosendem Applaus, passend mit dem Lied „Around the World“ von Daft Punk.

Ergänzt wurden die Auftritte durch eine Leinwand, auf der Bilder zu den jeweiligen Orten zu sehen waren. Getanzt wurde zudem nicht nur zu klassischen Klängen von Klavier und Violine, sondern auch zu bekannten Pop-Songs wie „Galway Girl“ von Ed Sheeran und „Runaway“ von Aurora. Die Darbietungen der Tiere – Känguru, Flamingos und   Zugvögel – wurden auf elegante Weise mit typischen Bewegungen der Tiere ergänzt. Die Kostüme waren schlicht, aber zeugten von großer Liebe zum Detail.

Im Vorfeld der Aufführungen hatten sich die Balletttänzerinnen zunächst einem Contest gestellt, bei dem sie mit eigenen Choreografien angetreten waren. „Die Entwicklung dieser Tänze und Kostüme im Contest erfolgte größtenteils von den Schülerinnen selbst, wir Trainerinnen haben nur unterstützend gewirkt“, erzählte Leiterin Hannah Ludemann-Kruse, die mit den Trainerinnen Nicola Müller, Elena Pick und Susanne Carracedo anschließend die Choreografien für die Aufführungen entwickelt hatte. Auf der Bühne waren alle Altersklassen zwischen drei und über 60 Jahren vertreten. „Es stehen sogar Mutter und Tochter zusammen auf der Bühne“, so Ludemann-Kruse.

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