Bastian Ganser berichtet im Gummersbacher Kulturausschuss über die Arbeit der Veranstaltungshalle auf dem Steinmüllergelände.
Vielfältige NutzungDie Halle 32 ist Gummersbacher Kulturstätte und Ort geheimer Treffen

Bastian Ganser ist Chef der Halle 32. Deren zwölfköpfiges Team sorgt für einen reibungslosen Ablauf etlicher Veranstaltungen.
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In der jüngsten Sitzung des Gummersbacher Kulturausschusses hatte der Leiter der Halle 32, Bastian Ganser, die Gelegenheit, deutlich zu machen, dass die Einrichtung weit mehr als eine Kulturstätte ist. Kulturelle Veranstaltungen und Events aus dem Unterhaltungsbereich, private Veranstaltungen von Seminaren und Netzwerktreffen bis hin zu Hochzeiten und Trauerfeiern, gemeinnützige Projekte und Projekte mit Vereinen und Initiativen, Vernetzungsmöglichkeiten für Kulturschaffende, Wirtschaft, Vereine und Personen des öffentlichen Lebens in und um Gummersbach, und natürlich auch der VfL-Partnerbereich während der Heimspiele: Alles das biete die Halle 32.
In Zahlen sieht das dann so aus: Im Jahr 2025 konnte die Halle insgesamt 67.492 Besucher begrüßen. Die Halle verfügt über sechs nutzbare Veranstaltungsräume sowie die zugehörigen Garderoben und die Räumlichkeiten des Lokals 32 Süd.
Anteil der kulturellen Veranstaltungen beträgt ein Drittel
Der Anteil an kulturellen Angeboten an den Veranstaltungen beträgt laut Ganser rund ein Drittel. Im Jahr 2025 gab es insgesamt 1297 Raumnutzungen. Davon waren 521 Vermietungen, 584 waren gemeinnützige Nutzungen und 133 eigene Veranstaltungen. Ohne näher ins Detail gehen zu können, berichtete Bastian Ganser, dass nichtöffentliche Veranstaltungen den Großteil der Buchungen in der Halle 32 ausmachen. Er verriet aber, dass es dabei vor allem um Seminare, Tagungen, größere Besprechungen sowie Infoveranstaltungen von Firmen aller Branchen aus der Region, aber auch aus ganz Deutschland geht. „Selbst große Fusionen und internationale Gipfel werden bei uns angekündigt und abgehalten“, sagte der Hallenchef, der verkündete, dass der Messebetrieb in den vergangenen Jahren immer mehr Fahrt aufnehme.
Hinter den ganzen Veranstaltungen steht ein Kernteam aus zwölf Personen. Unterstützend hinzu kommt eine wechselnden Zahl an Aushilfen für Kassendienste, Garderoben und Umbauten. „Jedes Teammitglied hat dabei klare, eigene Kompetenzbereiche, so dass alle sich permanent zuarbeiten können und jeder die Prozesse kennt“, sagte Ganser. Im Team finden die Kernkompetenzen Kulturmanagement, Eventmanagement, Ticketbuchung und Rechnungswesen, Vermarktung, technische Dienste, Ton- und Lichttechnik, Programmierung, Büroorganisation zusammen. Hinzu kommen Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahres.
Fester Bestandteil der Halle 32 ist die Kulturwerkstatt 32. In deren Kursen können Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene Schauspiel, Gesang und mehr lernen. Events in der Studiobühne geben eigens Künstlern aus der Region und Nachwuchskünstlern eine Bühne. Zu den kommenden Plänen der Halle 32 gehören eine neue, eigene Hausproduktionen in den Bereichen Theater und Musical, eine Marketingkampagne für das Programm der Halle und Live-Events sowie „Halle 32 on Tour“. Dahinter verbirgt sich, dass die eigenen Hausproduktionen auf Bühnen in ganz Deutschland gebracht werden sollen.
Ab dem Jahr 2028 will Ganser Open-Air-Veranstaltungen während der Wartungsphase der Halle im Sommer an den Start bringen. Geplant ist zudem die Etablierung eigener „In-House-Formate“ auf der großen Bühne in verschiedenen Bereichen. Gansers Ziel ist es, internationale und regionale Acts gemeinsam auf die Bühne zu bringen. Für die CDU-Fraktion sagte Rainer Sülzer, dass in der Halle viel mehr los sei, als man sich manchmal vorstelle. Gummersbach habe in den letzten Jahren erst den Kummer mit dem Stadttheater gehabt, dann habe man mit dem alten Hohenzollernbad eine super Idee als Kulturstandort gehabt, aus der nichts geworden sei. Daher müsse der Fokus nun der Halle 32 gelten.
Neue Spielzeit der Bühne 32
Die Spielzeit 2026/27 der Bühne 32 beginnt für die Erwachsenen am 16. September mit „Der große Gatsby“ und dem Rheinischen Landestheater Neuss. Das Junge Theater Bonn spielt bereits am 15. September für Kinder „Die Schatzinsel“. Weiter geht es am 11. November mit dem Thriller nach dem gleichnamigen Kultfilm „Die Wendeltreppe“ und den Theatergastspielen Fürth. Das Rheinische Landestheater zeigt zuvor am 10. November „Der Wunschpunsch“ nach dem Buch von Michael Ende.
Die weiteren Termine und Aufführungen sind: 8. Dezember „Pipi Langstrumpf“ und 9. Dezember „Heimsuchung“ nach dem Roman von Jenny Erpenbeck. Dieses Stück ist zugleich Abiturstoff. Im Februar kommt „Max & Moritz“ (18. Februar) und „Don Quijote“. „Außer Kontrolle“ heißt es am 7. April, Kinder sehen am 6. April „Die Kleine Hexe“ von Ottfried Preußler. Gewiss nicht nur für Kinder sind am 24. Juni „Die Drei Fragezeichen“. Mit dem Landestheater Detmold endet bereist am 22. Juni mit dem Musiktheaterstück„Shockheaded Peter“ die Saison der Erwachsenen.

